Eisenbahner: Bei Harmonisierung Vorleistungen berücksichtigen

GdE-Gewerkschaftstag appelliert an Parlament: Statt Pensionskürzung umfassende faire Gesamtreform erarbeiten

Wien (GdE/ÖGB). Der derzeit im Wiener Gasometer tagende 17. Gewerkschaftstag der Eisenbahnergewerkschaft appellierte Mittwoch an die Abgeordneten des Nationalrates, statt einer überfallsartigen Pensionskürzung, die ausschließlich für die Budgetsanierung und den Ankauf der Abfangjäger verwendet würde, eine umfassende Pensionsreform zu erarbeiten, die tatsächlich den Titel "Pensionssicherung" verdiene.++++

Die rund 500 Delegierten des Gewerkschaftstages sprachen sich einhellig (also auch mit den Stimmen der FCG- und der GLB-Vertreter) dagegen aus, am heutigen Mittwoch im Parlament eine "Rumpfreform" zu verabschieden, die die Pensionen der Betroffenen jährlich um wenigstens eineinhalb Monatsbezügen kürze. Stattdessen sollte eine Gesamtreform erarbeitet werden, die soziale Ungerechtigkeiten beseitigt und keine neuen schafft. "Wir EisenbahnerInnen haben uns nie einer echten Pensionsreform verweigert und haben schon 1995 mit dem neuen Dienstrecht eine Strukturreform vollzogen - seither gilt für alle Neueintretenden das Angestelltengesetz bzw. das ASVG." Außerdem zahlten die EisenbahnerInnen seit der Pensionsreform 1997 einen höheren Pensionsbeitrag als ASVG-Versicherte (15,05 Prozent die EisenbahnerInnen, 10,25 Prozent die ASVG-Versicherten). Auch pensionierte EisenbahnerInnen zahlten einen Pensionssicherungsbeitrag von 4,8 Prozent.

Die EisenbahnerInnen seien bereit eine solche umfassende Pensionsreform mitzutragen, wobei auch die schon bisher erbrachten Vorleistungen berücksichtigt werden müssten, stellten die Delegierten des Gewerkschaftstages der Eisenbahner abschließend fest.
(Schluß)

ÖGB, 11. Juni 2003
Nr. 503

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