Professionelle Pflege ist Schwerarbeit

Der Österreichische Gesundheits- und Krankenpflegeverband (ÖGKV) fordert, die Berücksichtigung der Pflegeberufe in der Pensionsreform als Schwerarbeiter.

Wien (OTS) - "Für mich ist es nicht vorstellbar, dass eine Pflegekraft bis zum 65. Lebensjahr in der Lage ist, ihren derart psychisch und physisch anstrengenden Beruf auszuüben ", meint Christine Ecker, die Präsidentin des ÖGKV. "Pflege bedeutet unter anderem, körperliche Defizite der zu betreuenden Menschen zu übernehmen und auszugleichen, zu jeder Tages- und Nachtzeit" so Ecker weiter.

Die Pflegeberufe sind bereits heute im Nachtschwerarbeitergesetz verankert, wobei für jeden Nachtdienst zwei Stunden Zeitausgleich innerhalb eines halben Jahres zu gewähren sind. Ebenso müssen in der Pensionsreform die Pflegeberufe als Schwerarbeiter gelten.

Was spricht dafür: Der ständige Wechsel zwischen Tag- und Nachtdiensten,

unregelmäßige Arbeitszeiten z.B. auch an Wochenenden und Feiertagen, die laufend steigenden Anforderungen in Richtung mehr Leistung in noch kürzerer Zeit, die kürzere Verweildauer der Patienten in den Krankenhäusern, der steigende Bedarf an Pflegeleistungen auch aufgrund der demographischen Entwicklung, die hohe körperliche Anstrengung (durchschnittlich heben Pflegende zwischen 2000 und 3000 kg pro Tag), die enorme psychische Belastung.

Mit dieser Regelung könnten die Politiker wirkliche Initiative und Wertschätzung für die Pflegeberufe zeigen und endlich von bisher enttäuschenden Lippenbekenntnissen wegkommen. Es ist hoch an der Zeit, dass den Pflegeberufen der Stellenwert gewährt wird, der ihnen schon längst zustehen würde.

Daher fordern wir, die Berücksichtigung der Pflegeberufe in der Pensionsreform als Schwerarbeiter.

Der Österreichische Gesundheits- und Krankenpflegeverband (ÖGKV) ist der Berufsverband aller Pflegeberufe Österreichs. Er ist gemeinnützig, unabhängig, überparteilich und interkonfessionell.

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