Stellungnahmen zu Berichten über Krankenstände von Piloten

Wien (OTS) - In einer Presseaussendung der Austrian Airlines vom
7. Juni 2003 wird von einer massiven Krankenstandsrate bei Kopiloten berichtet. In dieser Meldung wird von "image- und geschäftsschädigenden Eskapaden einer Berufsgruppe" gesprochen. Die ACA, der Berufsverband der österreichischen Verkehrspiloten verwehrt sich gegen diese Rufschädigung des Berufsstandes der Piloten!

Die Professionalität der Linienpiloten hat zu jener Sicherheit in der Luftfahrt geführt, die sie zu einem der sichersten Verkehrsmittel der Welt macht.

Dazu gehört auch die Einhaltung der geltenden Luftverkehrsgesetze, die eine Tätigkeit als aktive Besatzung in beeinträchtigtem Zustand ( "... , Müdigkeit, Erregung, geistiger oder körperlicher Mängel oder aus anderen Gründen"; §3 LVR Luftverkehrsregeln) verbietet.

Es ist inakzeptabel, dass die Einhaltung dieser gesetzlichen Vorschriften von der Leitung eines Luftverkehrsunternehmens als "mutwillige Betriebsstörung" angesehen wird. Ganz abgesehen davon, dass Ärzten unterstellt wird, sie würden gesunde Arbeitnehmer in den Krankenstand schicken.

Mit der Androhung von Sanktionen in einem sensiblen Sicherheitsbereich wird dieser mehr gestört, als gewahrt. Wir bedauern, dass durch die erfolgten Aussagen einer Unternehmensleitung Passagiere verunsichert werden. Die österreichischen Linienpiloten nehmen ihre Verantwortung ernst und sind auch weiterhin bestrebt ihren Passagieren die gewohnte Sicherheit zu bieten.

Capt. Wilhelm Maderner ACA Präsident

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