- 10.06.2003, 11:23:17
- /
- OTS0084 OTW0084
NÖ Baustellenmanagement: Erfolge in der Unfallbilanz
LH Pröll: Großbaustellen sind um vieles sicherer geworden
St.Pölten (NLK) - Durch ein neu installiertes
Baustellenmanagement herrscht auf den Großbaustellen der
niederösterreichischen Autobahnen und Schnellstraßen eine neue
Qualität bei Sicherheit und Abwicklung. Schnell und sicher bauen
heißt die von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll vorgegebene Devise.
"Durch ein ganzes Paket an Sicherheitsmaßnahmen sind die
Großbaustellen um vieles sicherer geworden, was sich auch in der
Unfallbilanz niederschlägt", betont Pröll. So gab es in den
bisherigen Gegenverkehrsbereichen keine Todesopfer zu beklagen.
Mitarbeiter des Baustellenmanagements beim NÖ Straßendienst
checken für jede Autobahnbaustelle vorab den geeignetsten Beginn,
untersuchen die zu erwartenden Verkehrsmengen, achten auf Dauer und
Abfolge mit weiteren Baustellen. Baustellenlänge, Sperren von
Anschlussstellen und sonstige Verkehrsbehinderungen sollen nur im
unbedingt notwendigen Ausmaß bemessen werden, um den
Verkehrsteilnehmern eine möglichst stressfreie und sichere Fahrt zu
ermöglichen. So wird auch der Ferienbeginn in Nachbarländern
berücksichtigt; die Baustellen werden, wenn notwendig, kurzfristig
unterbrochen, um höhere Durchflussmengen zu gewährleisten. Auch die
Sicherheit der Bauarbeiter ist ein besonderes Anliegen. Eine
optimale Absicherung zur Baustelle ist hier notwendig.
Vor allem in den Gegenverkehrsbereichen haben die Unfälle dank
der Mitteltrennung, der mobilen Tempoanzeigen, der gut
gekennzeichneten Spurführungen und der durchgehenden Überwachung um
die Hälfte abgenommen. Vor allem Kollisionen mit dem Gegenverkehr
mit den oftmals fatalen Folgen konnten so weitgehend verhindert
werden.
Insgesamt werden heuer auf der A 1 Westautobahn 25 Kilometer
generalerneuert und dreispurig ausgebaut. Im Abschnitt St.
Pölten-Loosdorf läuft bereits die Gegenverkehrführung, im Bereich
Ludwigsdorf zwischen Amstetten West und Anschlussstelle Oed wird der
Gegenverkehr mit sämtlichen Sicherheitseinrichtungen am 23. Juni
eingerichtet. Der Ausbau zwischen St. Valentin und der Landesgrenze
Oberösterreich kann ohne Gegenverkehr ablaufen. Untersuchungen haben
gezeigt, dass durch den Ausbau der A 1 von zwei auf drei
Fahrstreifen die Unfallhäufigkeit auf fast die Hälfte sinkt. Die
Reduktion bei nasser Fahrbahn beträgt sogar zwei Drittel. Die
deutlichste Abnahme erfolgt bei der Anzahl der Todesopfer: von 10
auf 1.
Auch die Bauarbeiten auf der A 2 Südautobahn laufen seit März auf
vollen Touren. Hier wird die A 2 zwischen Guntramsdorf und Wiener
Neudorf vierspurig ausgebaut. Die Arbeiten am Kollektor Mödling und
am Knoten Vösendorf sind ebenso voll im Gang. Vor den wichtigsten
Bauphasen werden Pläne und Zeiträume mit den Einsatzkräften Punkt
für Punkt abgestimmt, um auch auf mögliche Einsatzfälle vorbereitet
zu sein.
OTS0084 2003-06-10/11:23
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK






