Tiroler Kampfhunde

Wien (OTS) - Weit über das Ziel schießt eine von der Tiroler Landesregierung geplante Novellierung des Landespolizeistrafgesetzes, das im Juli im Tiroler Landtag beschlossen werden soll. Dabei geht es um die Genehmigungspflicht von so genannten Kampfhunderassen. Nicht gut beraten wird dabei die Landesregierung von ihrer eigenen Rechtsabteilung, da im Gesetzesentwurf Hunderassen angeführt werden, die es gar nicht gibt. Grundsätzlich wurde bereits vor Jahren in einem Universitätsgutachten festgestellt, dass es keine gefährlichen Hunderassen gibt. Dieses Gutachten ist Grundlage eines Urteil des Verwaltungsgerichtshofes und scheint in Tirol noch unbekannt zu sein. Auch die bestens ausgebildeten "Schutzhunde" sollen künftig einer Genehmigungspflicht unterliegen. Völlig unverständlich, läuft doch gerade in Tirol ein positives Kindergarten - und Schulprogramm mit diesen besonders überprüften Hunden.

Der Österreichische Kynologenverband fordert die Tiroler Landesregierung auf, den Gesetzesentwurf zurückzuziehen und dem zuständigen Ausschuss zur neuerlichen Beratung unter dem Beiziehen von Fachleuten der Vet. med. Universität und des Österreichischen Kynologenverbandes zuzuweisen.

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