Der ORF blickt tief in die amerikanische Seele

Zahlreiche Dokumentationen und US-Blockbuster

Wien (OTS) - Seit dem Irak-Krieg wird die Diskussion in Europa
über Amerika und die Amerikaner immer intensiver: Wie ist die wachsende Kluft zwischen Europa und den USA zu erklären? Warum glauben so viele Amerikaner, dass ihre Nation eine "göttliche Sendung" in der Welt hätte? Und was erleben die Amerikaner, wenn sie auf andere Kulturen treffen? Woher kommt ihre strikte Welteinteilung in Gut und Böse? Welche langfristigen Änderungen prägen die amerikanische Gesellschaft nach dem 11. September 2001 - und welchen innen- und außenpolitischen Kurs fährt die Bush-Administration? Welche Chancen bietet das "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" seinen Menschen? ORF-"DOKUmente" geht in einem USA-Programmschwerpunkt diesen und weiteren Fragen auf den Grund und zeichnet von Juni bis Dezember 2003 jeweils Mittwoch um 23.15 Uhr in ORF 2 ein differenziertes Bild der USA und ihrer Bewohner. Einen weiteren Blick in die amerikanische Seele bieten dazu Hollywood-Blockbuster.

Von Bush bis Kennedy

Den Anfang macht die ORF/3sat Dokumentation "Die amerikanische Seele", die sich am Mittwoch, dem 11. Juni, vor allem mit dem US-Patriotismus auseinander setzt. Davor befasst sich um 22.30 Uhr in ORF 2 bereits das "Weltjournal" mit den USA als "Das Land Gottes". Der kanadische Film "Power Trip - Unter Strom" beschreibt am 25. Juni die Erlebnisse von ambitionierten und von ihrer Mission überzeugten Managern des größten amerikanischen Energiekonzerns in Georgien: Die Diskrepanz zwischen den erfolgsorientierten, energischen Amis und den von Korruption und Misswirtschaft geprägten Georgiern könnte nicht größer sein. "Manche mögen's richtig heiß" erzählt am 16. Juli von den kalifornischen Feuerwehrfrauen, die sich in einer Männerdomäne durchgesetzt haben und auf ihre Weise den amerikanischen Traum leben. Anlässlich des zweiten Jahrestags des 11. September steht am 10. September "BushFeuer - Macht und Angst in Amerika" auf dem "DOKUmente"-Programm. Die deutsche Produktion setzt sich kritisch mit dem innenpolitischen Kurs der Bush-Administration nach dem Terrorangriff auseinander. "Das Feenkind" zeigt am 24. September, welche Möglichkeit die amerikanische Gesellschaft Menschen mit Behinderungen bietet. Welche Wege Jugendlichen einer der strengsten amerikanischen Sekten offen stehen, zeigt der Film "Der Spielplatz des Teufels" am 8. Oktober: Die jungen Amish flippen richtig aus, bevor sie sich entschließen dürfen, ihrer Kirche beizutreten. Im Herbst stehen der US-Popstar Billy Joel und die deutsche Unternehmerfamilie Neckermann im Zentrum des Films "Die Akte Neckermann/Joel", der sich auf eindrucksvolle Weise mit Wiedergutmachung und Dialog zwischen der Enkelgeneration von Tätern und Opfern der NS-Zeit beschäftigt. Im November und Dezember zeigt "DOKUmente" anlässlich des 40. Jahrestags der Ermordung von John F. Kennedy zwei Filme über JFK und Jacqueline Kennedy sowie eine Dokumentation über Israel/Palästina und die USA.

Hollywood lässt auf US-Seele blicken

In den nächsten Wochen stehen auch hochkarätige Hollywood-Blockbuster auf dem ORF-Programm, die sowohl durch ihre Thematik als auch durch ihre Machart den einen oder anderen Blick auf die amerikanische Seele preisgeben. Den Auftakt macht am Sonntag, dem 29. Juni, um 20.15 Uhr in ORF 1 Mel Gibson als amerikanischer Revolutionsheld, der in der Premiere von Roland Emmerichs "Der Patriot" um Ehre, Freiheit und Gerechtigkeit kämpft. Welches Labyrinth aus Machtspielen, Intrigen und Geheimniskrämereien hinter der staatstragenden Fassade des Weißen Hauses liegen können, erfährt am Samstag, dem 12. Juli, Action-Superstar Wesley Snipes - um 20.15 Uhr im Topthriller "Mord im Weißen Haus". Er ermittelt in einem Mordfall, bei dem sogar der US-Präsident verdächtig ist. Ganz andere Qualitäten zeigen die amerikanischen Präsidenten in zwei weiteren Blockbustern, die in den kommenden Wochen auf dem ORF-Programm stehen. Sie beeindrucken mit den All-American-Virtues, sind furchtlos, tapfer - und nehmen sogar den Kampf mit Terroristen und Außerirdischen auf: Harrison Ford in Wolfgang Petersens "Air Force One" am Sonntag, dem 13. Juli, um 20.15 Uhr in ORF 1 und Bill Pullman in Roland Emmerichs Sci-Fi-Spektakel "Independence Day" - zu sehen am Sonntag, dem 20. Juli, um 20.15 Uhr in ORF 1.
Eine andere, aber nicht minder amerikanische Facette des Lebens am neuen Kontinents nützen am Montag, dem 21. Juli, um 20.15 Uhr in ORF 1 die ur-amerikanischen Hollywoodstars Robert DeNiro und Billy Crystal zu einer Komödie, die nur zwischen Little Italy und Height Street entstehen kann: Harold Ramis "Reine Nervensache", die unter dem Motto "Mafiosi meets Shrink" steht - und tiefe Blicke in die US-Seele ermöglicht, die witziger nicht sein können.

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