Kossina: Appell an Bundesregierung für Maßnahmen im Klimaschutz

Forderung nach vorsorgenden Umweltschutz

Wien (OTS) - Als "besorgniserregend" bezeichnete heute Umweltstadträtin Dipl. Ing. Isabella Kossina die bundesweit steigenden Emissionen an treibhauswirksamen Gasen. "Bundesweit verpflichtende Maßnahmen zur Reduktion treibhauswirksamer Gase müssen endlich vorgelegt werden. Der Klimaschutz wird von der Bundesregierung nur halbherzig wahrgenommen, so Kossina."

Aktuelle Zahlen des Umweltbundesamtes (UBA) zeigen, dass Schadstoffemissionen in ganz Österreich zunehmen. Der bundesweite Durchschnittswert für pro Kopf Emissionen für alle Treibhausgase liegt bei 10,69 Tonnen pro Jahr und damit fast doppelt so hoch wie in Wien (5,87 Tonnen).

"Besonders negativ sind die massiv steigenden Emissionen des Verkehrs, die etwa ein Drittel der Gesamt CO2-Emissionen betragen. Der Löwenanteil geht auf das Konto des PKW-Verkehrs. Grund für diesen starken Anstieg sind Versäumnisse in der Anreiz- und Restriktionspolitik des Bundes", so Kossina.

Dass Klimaschutzmaßnahmen Sinn machen, zeige die Umweltmusterstadt Wien: ökologische Energieversorgung, Senkung des Heizungsenergiebedarfes bei Gebäuden, Forcierung erneuerbarer Energie und Kooperationen mit der Wirtschaft im Rahmen des ÖkoBusinessPlanes Wien, zeigen den Erfolg.

In Wien wurden bereits zahlreiche Ökostromanlagen realisiert, z.B. 46 nach dem Ökostromgesetz anerkannte Photovoltaikanlagen, eine Kleinwasserkraftanlage (Kühlwasseraufbringungsturbinenanlage im KW-Simmering), die Deponiegasverstromungsanlage Rautenweg sowie 8 Windkraftanlagen sowie zahlreiche thermischer Solaranlagen zur Brauchwassererwärmung.

Die Errichtung dieser Solar-Anlagen wird von der Stadt Wien bereits seit 1992 gefördert. Im Rahmen des EU- Projektes "SolarNet II" werden weitere Impulse für die Verbreitung von Solarthermie gesetzt.

Mit dem geplanten größten Biomassekraftwerk für Wien und der Errichtung einer Biogasanlage startet die Stadt Wien in Sachen erneuerbare Energieträger durch. Das Wiener Biomassekraftwerk reduziert den CO2-Ausstoss um 144.000 Tonnen pro Jahr.

Auch für die Wiener Wirtschaft wurden wichtige Impulse gesetzt. Am ÖkoBusinessPlan Wien haben bisher ca. 370 Betriebe erfolgreich teilgenommen und gemeinsam durch die gesetzten Klimaschutzmassnahmen etwa 24.000 Tonnen CO2 eingespart.

Kossina forderte abschließend die Umsetzung der längst fälligen Maßnahmen auf Bundesebene. (Schluss) bfm

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