Österreicher investieren ungebrochen in den Niederlanden

Im vergangenen Jahr legten sowohl Ex- als auch Importe kräftig zu - zu Beginn des laufenden Jahres ist ein leichter Rückgang bei den Handelsbeziehungen zu beobachten

Wien (PWK 363) - "Obwohl die allgemeine Wirtschaftslage der Niederlande keineswegs rosig ist und die Niederlande vom einstigen Musterknaben Europas mit seinem erfolgreichen Poldermodell eher zu einem Problemkind geworden sind, hat sich der bilaterale Handel im vergangenen Jahr noch positiv entwickelt", sagt Walter Koren, Leiter der AUSSENWIRTSCHAFT ÖSTERREICH (AWO) der WKÖ. Die Exporte legten 2002 um 1,3 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro zu, die Importe aus den Niederlanden steigerten sich sogar um 9,4 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro. Koren: "Die Niederlande waren im vergangenen Jahr unser zehntwichtigster Handelspartner weltweit."

Heuer wurden bisher leichte Einbussen verzeichnet und zwar in beiden Richtungen. In den ersten zwei Monaten dieses Jahres gingen die Austro- Exporte in die Niederlande gegenüber der Vorjahresperiode um 15,3 Prozent auf 270 Millionen Euro zurück und die Importe aus den Niederlanden um 7,1 Prozent auf 387 Millionen Euro. Das traditionell bestehende Handelsbilanzdefizit hat sich dadurch sogar noch vergrößert. Der österreichische Exportrückgang in die Niederlande war im Jänner und Februar 2003 sogar der höchste innerhalb der EU. Aber auch der Rückgang der Importe aus den Niederlanden liegt über dem EU-Durchschnitt.

"Die Investitionstätigkeit österreichischer Firmen in den Niederlanden ist jedoch ungebrochen" kann der WKÖ-Handelsdelegierte in Den Haag, Günter Mühlberger, aber auch Positives berichten. Unter anderem haben innerhalb eines Jahres drei (z.T. ehemalige) VOEST-Unternehmen Betriebe in den Niederlanden übernommen bzw. eigene Niederlassungen hier gegründet.

Auch die kürzlich abgehaltene PLMA-Messe ist ein gutes Beispiel für ein erfolgreiches Auftreten österreichischer Firmen im Ausland. Diese Private-Label-Spezialmesse wird von Einkäufern großer Warenhäuser und Handelsketten besucht und hat auch heuer trotz der allgemeinen wirtschaftlichen Flaute eine große Anzahl internationaler Einkäufer, auch aus Übersee, angezogen. Die 22 österreichischen Firmen, davon 18 in der Gruppenausstellung, konnten mit ihrer Teilnahme durchaus zufrieden sein. (BS)

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