"Medizinverbrechen im Nationalsozialismus"

Einladung zur Veranstaltung mit einem Zeitzeugen, Arzt Dr. Werner Vogt, Traude Veran und Historikern

Wien (OTS) - Zu einer Veranstaltung über Medizinverbrechen im Nationalsozialismus lädt das Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser (KWP) in der Altenpflege Tätige, Interessierte und MedienvertreterInnen am 11. Juni um 16 Uhr ins Pensionisten-Wohnhaus Rossau, 9, Seegasse 11, ein.

Die Initiative zu dieser ca. dreistündigen Veranstaltung ging von den MitarbeiterInnen des Betreuungszentrums Rosenberg - einer KWP-Schwerpunktstation für dementiell erkrankte BewohnerInnen - aus. Denn immer wieder tauchte in den letzten Monaten in den Medien die Frage auf: Wie und von wem sollen die Kosten für die Pflege älterer und kranker Menschen aufgebracht werden? Auch wenn in der heutigen Zeit in Österreich niemand der "Euthanasie" das Wort redet, allen sollten die historischen Fakten und die sich daraus ergebenden Gefahren bewusst sein.

Über Voraussetzungen und Durchführung der Medizinverbrechen im Nationalsozialismus sowie ihre strafrechtliche Verfolgung nach 1945 sprechen:

o Friedrich Zawrel, ein Überlebender vom "Spiegelgrund";
o Dr. Werner Vogt, Arzt und Mitbegründer der "Kritischen Medizin"; o Traude Veran, pensionierte Kinderpsychologin und Autorin des

Buches "Das steinerne Archiv" - Der alte Judenfriedhof in der Rossau; o Dr. Winfried Garscha, Historiker, Mitarbeiter des Dokumentationsarchives des österreichischen Widerstandes und wissenschaftlicher Leiter der "Zentralen österreichischen

Forschungsstelle Nachkriegsjustiz"
o sowie Wolfgang Lamsa, Mitarbeiter des Dokumentationsarchivs und

Leiter der Gedenkausstellung "Der Krieg gegen die Minderwertigen: Zur Geschichte der NS-Medizin in Wien".

Der Ort der Veranstaltung wurde ganz bewusst ausgewählt: Auf dem Grundstück des Pensionisten-Wohnhauses Rossau befand sich bis 1972 ein Spital und Altersheim der Israelitischen Kultusgemeinde. Im Hof des Hauses sind Reste des seit Mitte des 16. Jahrhunderts bestehenden jüdischen Friedhofs erhalten geblieben. Dieser Friedhof ist der älteste Wiens und der einzige mit Grabsteinen ausschließlich in hebräischer Schrift. Der Zivilcourage einiger jüdischer Mitbürger ist es zu verdanken, dass dieses kulturhistorische Denkmal vor der Zerstörung durch den Nationalsozialismus bewahrt wurde. Traude Veran, Bewohnerin des Hauses Rossau, hat diesem Thema ein Buch gewidmet.

Wir laden die VertreterInnen der Medien recht herzlich ein!

o Bitte merken Sie vor: Veranstaltung zum Thema "Medizinverbrechen im Nationalsozialismus" Zeit: Mittwoch, 11. Juni um 16 Uhr ACHTUNG: Dauer voraussichtlich 3 Stunden! Ort: 1090 Wien, Seegasse 11, großer Saal des Pensionisten- Wohnhauses Rossau o Literaturhinweis: Traude Veran Das steinerne Archiv Der alte Judenfriedhof in der Rossau Mandelbaum Verlag, Wien, 224 Seiten

(Schluss) mh

Rückfragen & Kontakt:

PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Martina Hödl
Marketing & PR
Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser
Tel: 313 99-360
m.hoedl@kwp.at
http://www.haeuser-zum-leben.com

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0003