Amon: Von Chaos an Österreichs Schulen kann keine Rede sein

Brandsteidl holt Uralt-SPÖ-Forderungen aus der Mottenkiste

Wien, 5. Juni 2003 (ÖVP-PK) "Von einem Chaos an Österreichs Schulen kann im Moment keine Rede sein", sagte ÖVP-Bildungssprecher Abg.z.NR Werner Amon heute, Donnerstag, zu den Aussagen des SPÖ-Bildungssprechers Erwin Niederwieser. Viele Lehrer hätten am Dienstag Verantwortung gezeigt, indem sie beispielsweise Maturaprüfungen abgehalten oder mit ihren Schülerinnen und Schülern Exkursionen unternommen hätten. Die Unannehmlichkeiten, die durch die Streiks entstanden seien, habe jedenfalls auf keinen Fall das Bildungsministerium zu verantworten. "Wir gehen davon aus, dass diejenigen, die die Streiks an den Schulen durchgeführt haben, auch dafür sorgen werden, dass den Schülern neue Prüfungs- und Schularbeitstermine zur Verfügung gestellt werden", so Amon. ****

Auch die Forderung der Wiener Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl nach einem flächendeckenden Netz von "Zwangstagsschulen" wies der ÖVP-Bildungssprecher zurück. "Dieser Vorschlag ist nur auf freiwilliger Basis und unter privater Beteiligung durchführbar", sagte Amon, der darauf hinwies, dass die Stundenbelastung der Schüler in der Sekundarstufe 2 ohnehin so hoch sei, dass an fast allen Nachmittagen unterrichtet werden müsse.

Als "brave Ideologie-Trommlerin" habe Brandsteidl "nach langem Kramen in der Motten-Kiste mit Uralt-SPÖ-Forderungen" auch bei ihrem heutigen Hintergrundgespräch natürlich nicht auf die von ihr zum x-ten Mal vorgebrachte Forderung nach einer Gesamtschule vergessen. "Die Wiener Stadtschulratspräsidentin sollte stolz auf unser differenziertes Schulwesen sein und nicht andauernd versuchen, alle Schüler in einen Topf zu werfen. Auf unterschiedliche Interessen und Begabungen muss auch schon vor dem fünfzehnten Lebensjahr eingegangen werden können", so Amon.

"Dieser Versuch der Nivellierung des Unterrichtsniveaus scheint zu Brandsteidls neuem Programm geworden zu sein", meinte der ÖVP-Bildungssprecher. In diesem Zusammenhang sei auch die Forderung nach einer Zusammenlegung der AHS- und BHS-Schulen zu sehen und wohl auch die von Brandsteidl mehrmals vorgebrachte Forderung nach einer Zentralmatura. "Nun ist eindeutige klar, dass die Wiener Stadtschulratspräsidentin damit keine Qualitätssicherungsmaßnahme einführen will, sondern nur eine Qualitätsabsenkung auf das niedrigere Wiener Niveau beabsichtigt."

Abschließend rief der Bildungssprecher Brandsteidl auf, zuerst ihre Verantwortlichkeiten im Stadtschulrat Wien wahrzunehmen, bevor sie bundesweite Richtlinien fordere: "Etwa bei der Weiterbildung für Pädagogen hat es die Stadtschulratspräsidentin als Aufsichtsbehörde selbst in der Hand, darauf zu schauen, dass Weiterbildung einen entsprechenden Stellenwert hat."

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