Schierhuber: Europaparlament beschließt Reformen für Hörndl und Körndl

Ausgewogene Kompromissvorschläge sichern Zukunft der flächendeckenden Landwirtschaft in Europa

Straßburg, 5. Juni 2003 (ÖVP-PK) "Bei der Reform der Gemeinsamen Marktordnung für Milch war die Erhaltung einer nachhaltigen und flächendeckenden Milchproduktion insbesondere auf Grünlandstandorten und in benachteiligten Gebieten das Hauptziel des Europäischen Parlaments", sagte heute die österreichische Bauernvertreterin Agnes Schierhuber nach der Plenarabstimmung in Straßburg. Schierhuber begrüßte, dass die Milchquote bis ins Jahr 2015 beibehalten werden soll. "Es ist auch eine sinnvolle und richtige Entscheidung, derzeit keine Entkoppelung im Milchbereich herbeizuführen, sondern im Jahr 2008 zuerst eine eingehende Analyse der Situation vorzunehmen", so Schierhuber weiter. ****

"Im Einklang mit der österreichischen Position habe ich mich im Europaparlament stets gegen eine Quotenerhöhung bei der Milch gewandt", meinte Schierhuber. Die Kommission hatte eine Quotenaufstockung um je ein Prozent in den Jahren 2007 und 2008 vorgeschlagen. "Wir haben uns daher um einen tragbaren Kompromiss bemüht und so weit auch gefunden: Die zwei Prozent sind zwar faktisch da, wir können die Milchquote aber flexibler handhaben, weil die Verteilung der Quote marktabhängig gestaltet werden kann."

Über die in der Agenda 2000 getroffenen Regelungen hinaus soll es keine weiteren Preissenkungen geben. Interventionseinkäufe von Butter sollen erst bei Höchstmengen von 80.000 Tonnen ausgesetzt werden. "Damit ist gewährleistet, dass unsere Milchbauern auch in Zukunft faire Preise erhalten werden", betonte Schierhuber.

Bei der Reform der Getreidemarktordnung unterstützte die Waldviertler Bäuerin den Beschluss des Parlaments, sich gegen die fünfprozentige Kürzung des Interventionspreises und gegen die Abschaffung der monatlichen Zuschläge auszusprechen. "Ich bin auch sehr froh, dass wir uns gemeinsam gegen die Abschaffung der Roggenintervention gewandt haben. Roggen ist in manchen Gebieten das einzige, was angebaut werden kann. Mit einer Beibehaltung der Roggenintervention verhindern wir das Verschwinden der Bauern aus benachteiligten Gebieten. Das ist im Interesse einer flächendeckenden Landwirtschaft", sagte Schierhuber abschließend.

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