"Netzwerk der Hilfe" - Leitstellenzusammenarbeit aller niederösterreichischen Rettungsorganisationen

Wien (OTS) - Am Mittwoch, dem 4. Juni, um 10:00 Uhr fand in Korneuburg eine gemeinsame Pressekonferenz der niederösterreichischen Rettungsorganisationen Rotes Kreuz, Arbeiter Samariter Bund, Christophorus-Flugrettungsverein des ÖAMTC, Bergrettung und der Ärztekammer NÖ in Beisein der Landesräte LR D.I. Josef Plank und LR Emil Schabl statt. Vorgestellt wurde die neue Partnerschaft der Rettungsorganisationen in der LEBIG (Leitstellen- Entwicklungs, Betriebs- und Integrationsges.m.b.H.). In dieser Partnerschaft wird künftig die Leitstellenarbeit aller Rettungsorganisationen gemeinschaftlich an neun Standorten abgewickelt.

Die beiden LEBIG-Geschäftsführer Carl-Heinz Langer und Ing. Christof Constantin Chwojka erläuterten kurz Historie, Struktur und Technik. Kernpunkte sind dabei die Reduzierung von derzeit 73 auf künftig neun Rettungsleitstellen, die den gesamten Leitstellenbetrieb für alle NÖ-Rettungsorganisationen abwickeln.

Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank gratulierte den Organisationen zu "diesem großen Wurf. Das Zusammenrücken der Rettungsdienste in NÖ ist ein Meilenstein und für Sicherheit der Niederösterreicher ein wichtiger zukunftsweisender Schritt." Landesrat Plank sagte auch die Unterstützung des Landes Niederösterreich bei der Umsetzung der Funkumstellung auf das neue TETRA-Funksystem zu.

Für Gesundheitslandesrat Emil Schabl ist die Freiwilligkeit auch weiterhin sehr wichtig, aber "ökonomische Erfordernisse machen Gemeinsamkeiten nötig. Der wirtschaftliche Druck auf die Rettungsorganisationen steigt permanent. Der heutige Tag ist ein entscheidender Tag für das Rettungswesen in Niederösterreich." Landesrat Schabl betonte aber auch, "dass das TETRA-Problem in finanzieller Hinsicht gelöst werden muss, denn man kann die Organisationen jetzt nicht im Regen stehen lassen."

Für Rot-Kreuz-Präsident Hofrat Dr. Hadmar Lechner ist der 4.Juni 2003 Tag ein "Tag der Freude". Dies vor allem auch deshalb, weil er seit seiner Wahl zum Präsidenten des Roten Kreuzes Niederösterreich im Jahr 1999 immer wieder eindringlich darauf hingewiesen hat, wie wichtig eine Zusammenführung im Leitstellenbereich für das Rote Kreuz Niederösterreich ist. "Effizient arbeitende Leitstellen sind Grundlage für gute Arbeit vor Ort. Die Systeme werden derzeit bereits erprobt und die Umstellung auf neun Leitstellen läuft." Auch Präsident Lechner betonte, dass die Funkumstellung auf das neue TETRA-Funksystem von den Organisationen alleine nicht zu schaffen ist, "Land und Bund müssen da ihren Anteil an der Finanzierung übernehmen".

Rot-Kreuz-Landesrettungskommandant Ing. Friedrich Eigenschink wies darauf hin, dass es im Vorfeld zahlreiche interne Widerstände zu überwinden galt, dass aber die jetzt gefundene Lösung breite Zustimmung in allen Organisationen findet. Ing. Eigenschink sieht die Umstellung auf das TETRA-Funksystem als historische Chance, die Kommunikation der Hilfs- und Rettungsorganisationen zu vereinheitlichen bzw. überhaupt erst organisationsübergreifend zu ermöglichen. "Die Leitstellenzusammenführung trägt nicht zuletzt auch zur Sicherung der hohen Qualität der Patientenversorgung in NÖ bei".

Der Präsident des NÖ-Arbeiter-Samariterbundes Hofrat Prof. Dr. Franz Todter freute sich über die gute Zusammenarbeit mit den Partnern: "Die Organisationen haben zwar unterschiedliche Wurzeln aber doch im Grunde das gleiche Ziel: Die optimale und effiziente Versorgung der Patienten". Er lobte auch die bereits seit Jahren gepflegte gute Zusammenarbeit zwischen Roten Kreuz und ASBÖ im Bereich der Schulung und Ausbildung, sowie bei den Tarifverhandlungen.

Für den Christophorus Flugrettungsverein des ÖAMTC sieht Direktor Kurt Noe-Nordberg die seit bereits 20 Jahren bestehende Partnerschaft zwischen ÖAMTC und Rotem Kreuz nun fast als "Vollzug der Ehe nach langer Verlobung".

Dr.Kurt Machacek betonte aus Sicht der Ärztekammer die langjährige gute Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Rettungsorganisationen, erhofft sich durch die neue Struktur aber eine weitere Verbesserung der Dienstleistung vor allem am Wochenende.

Wolfgang Pointner von der NÖ-Bergrettung ist "froh, dabei sein zu dürfen". Durch die künftige Koordinierung der Bergrettungseinsätze in der gleichen Leitstelle die auch sämtliche Rettungshubschrauber koordiniert, werden Synergien optimal ausgenutzt.

Infos zur LEBIG finden sie unter http://www.lebig.at Fotos in Druckqualität finden Sie ebenfalls unter http://www.lebig.at im Bereich Akutelles

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Ing. Christof Constantin Chwojka
LEBIG Leitstellen-Entwicklungs-, Betriebs- und
Integrationsgesellschaft m.b.H.
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Österreichisches Rotes Kreuz
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