Greenpower-Ökoenergieanlage mit Ganzballen-Kukuruz (3)

Biomasseverbrennungs-Pilotanlage im Kraftwerk Simmering

Wien (OTS) - Das übergeordnete Ziel des EU-Forschungs- und Demonstrationsprojektes Greenpower-Ökoenergienanlage ist die bedarfsgerechte Bereitstellung von Strom und Wärme unter Vermeidung der CO2-Freisetzung durch alternative Nutzung von landwirtschaftlichen Flächen. Die erforderliche, neugestaltete, optimierte und aufeinander abgestimmte Technologiekette, die naturgemäß eine Vielzahl von Disziplinen umfasst, ist Mittel zum Erreichen dieses Ziels. Das Projekt einer energetischen Verwertung von halmgutartigen Ganzpflanzen, insbesondere den allgemein bekannten Kukuruz, entspricht in seinem gesamten Umfang dem Geist des Fünften Rahmenprogramms der Europäischen Union.

Das Projekt setzt bewusst auf einfache, leistbare und nicht auf hohe, gerade noch machbare Technologien. Das Projekt setzt auf die replizierbare Anwendung. Die erarbeitete Technologie soll für ein breites biogenes Brennstoffband verwendbar sein, und zwar sowohl für Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen im städtischen Bereich als auch dezentral als Nahwärmeversorgung im ländlichen Bereich.

Zentrales Thema des Fünften FTE-Rahmenprogramms der Europäischen Union ist die Lebensqualität der Menschen in Europa - Lebensqualität vor allem im Hinblick auf Gesundheit, Umwelt und sozioökonomische Fragen. Die Verbesserung der sozioökonomischen Struktur beispielsweise durch Verhinderung der Abwanderung der bäuerlichen Bevölkerung in die Städte durch gesichertes Einkommen ist auch eine der Zielsetzungen der Europäischen Union. Die Gesellschaft muss vom wirtschaftlichen Nutzen der jetzigen und vorhersehbaren Entwicklung von Wissenschaft und Technik profitieren können. Das Fünfte Rahmenprogramm unterstützt primär Projekte, die auf eine wirkliche "nachhaltige" Entwicklung abzielen.

Die CO2- bzw. Treibhausgas-Reduktion ist ein weltweites Anliegen (Kyoto: 8% Reduktion im Jahre 2010 +/- 2, bezogen auf 1990, Weißbuch der EU: Verdopplung des Anteiles der Erneuerbaren Energien von heute 6 auf 12% im Jahre 2010), Biomassen werden dazu einen entscheidenden Beitrag zu leisten haben, besonders in der Kraft-Wärme-Kopplung für die zentrale und dezentrale Versorgung und auch als Heizwerke in ländlichen Gebieten. Diese Ziele werden nicht so sehr von technologisch höchstwertigen, aber teueren Einzelleistungen erreicht, sondern vielmehr von leistbaren, im weiten Bereich anwendbaren Gesamtlösungen.

Ein zweiter, ebenfalls nicht national begrenzter Problemkreis betrifft die landwirtschaftliche Überproduktion sowie die angespannte Arbeitsplatzsituation im ländlichen Raum; diese Problematik wird durch die Beitrittsländer noch gewichtiger. Auch dazu leistet das EU-Forschungs- und Demonstrationsprojekt einen Beitrag, und zwar durch die alternative und kurzfristig realisierbare Nutzung (kein Wald, sondern Energiepflanzen) der landwirtschaftlichen Flächen. Von Standorten des Projektes her betrachtet ist die Nähe zur Ost-EU-Grenze geradezu ideal.

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