Rieder: Biotech-Szene auf dem Weg in die nächste Gewichtsklasse

Stadt Wien stellt 20 Mio. Euro für Forschungszentrum am Vienna Bio Center zur Verfügung

Wien (OTS) - "Wien als Biotechnologie-Standort ist auf dem Weg in die nächste Gewichtsklasse", freute sich Wiens Finanz- und Wirtschaftsstadtrat

Vizebürgermeister Dr. Sepp Rieder am Mittwoch anlässlich des Spatenstichs für das neue Institutsgebäude der österreichischen Akademie der Wissenschaften am Campus des Vienna Biocenter im dritten Bezirk. Das Institutsgebäude, das auf Basis einer Kooperation zwischen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und Boehringer Ingelheim arbeiten wird, wird von der Stadt Wien mit mehr als 20 Millionen Euro unterstützt. In dem hochmodernen Gebäude werden das Institut für molekulare Biotechnologie - IMBA unter Prof. Penninger und das Gregor Mendel-Institut - GMI für molekulare Pflanzenbiologie unter Prof. Schweizer untergebracht. Mehr als 100 Forscher werden dort tätig sein.****

"Das Vienna Bio Center ist bereits jetzt in der globalen Biotechnologie-Szene als anerkannter Partner und ernstzunehmender Konkurrent bekannt. Die Errichtung des neuen Biotechnologiezentrums in Kombination mit dort tätigen anerkannten Spitzenforschern wie Prof. Penninger stellt eine weitere Zündstufe in Wiens Biotechnologieoffensive dar. Wien ist damit auf dem Weg in die nächste Gewichtsklasse", so Rieder, der in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Kooperation mit internationalen Konzernen, wie Boehringer Ingelheim unterstrich: "Diese Kooperation ist das wirtschaftliche Rückrat für dieses Projekt."

Stadt Wien unterstützt die Errichtung des Gebäudes mit 20,6 Mio. Euro

Die Architektur des Institutsgebäudes stammt vom renommierten Architekten Prof. Boris Podrecca, der als Sieger eines EU-weiten Wettbewerbes unter 46 Bewerbern hervorging. Die Stadt Wien unterstützte das Projekt mit der Bereitstellung des 2.800m2 großen Bauplatzes am "Campus Vienna Biocenter" im Wert von 2,9 Mio. Euro. Zusätzlich hat sich die Stadt mit 15 Mio. Euro an den Errichtungskosten, sowie mit 2,7 Mio. Euro an der Übersiedlung des GMI von Salzburg nach Wien beteiligt.

Beispielhafte Zusammenarbeit von Forschung und Wirtschaft

Die Zusammenarbeit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften mit Boehringer Ingelheim schlägt eine beispielhafte Brücke zwischen Grundlagenforschung und späterer medizinischer Anwendung, durch die Vernetzung von im öffentlichen Auftrag betriebener Grundlagenforschung und potentiellen privaten Partnern.

Die inhaltlichen Schwerpunkte der wissenschaftlichen Tätigkeit im Vienna Bio Center decken ein breites Spektrum ab und reichen von der Erforschung neuer Krebstherapien über die Entwicklung von Impfstoffen bis zu modernster Chiptechnologie.

1.000 Wissenschafter aus über 40 Nationen

Zur Zeit sind bereits über 1.000 WissenschafterInnen aus über 40 Nationen in den bereits bestehenden Einrichtungen am Campus tätig und jährlich sind etwa 200 AbsolventInnen aus den Bereichen Biotechnologie, Biochemie, Molekularbiologie, Mikrobiologie und Genetik zu verzeichnen.

Nicht zuletzt mit dem Ausbau der wissenschaftlichen Einrichtungen, wie dem Institutsgebäude am Campus Vienna Biocenter, wird in den kommenden Jahren zur Schaffung von mehr als 2.500 hoch qualifizierten Arbeitsplätzen in der Forschung beigetragen.

Nächster Ausbauschritt am Vienna Biocenter in Arbeit

Ein weiteres von der Stadt Wien initiiertes Laborgebäude wird zur Zeit am Standort errichtet. Die Arbeiten für das direkt an das IMBA-Gebäude angrenzende Projekt liegen im Plan, die Übergabe soll im Herbst erfolgen. Dieses Projekt wird in Form eines PPP-Models zwischen Stadt Wien und Prisma errichtet und wurde von Seiten der Stadt Wien mit mehr als einer Million Euro unterstützt. (Schluss) mmr

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