Wirtschaftsverband fordert Senkung des Leitzinssatzes durch EZB

Präsident Haiden: Maßnahmen für Konjunkturbelebung dringend notwendig - Senkung des Leitzinssatzes als Initialzündung des Aufschwungs

Wien (OTS) - Morgen, Donnerstag, findet eine Sitzung des Rates der Europäischen Zentralbank statt. In diesem Zusammenhang fordert der Präsident des Wirtschaftsverbands, Dr. René Alfons Haiden, eine Senkung des Leitzinssatzes um 0,5 Prozent. "Die EZB würde damit ein optimistisches Signal zur Investitionsbelebung geben", so Haiden, "das die europäische und österreichische Wirtschaft dringend braucht!"

Gerade die heimischen Kleinbetriebe, so Haiden weiter, benötigten in der heutigen wirtschaftlichen Lage ein klares positives Signal für neue Investitionen und Innovationen. "Ein Konjunkturschub für die Wirtschaft ist jetzt ganz besonders wichtig, um das Vertrauen in die wirtschaftliche Zukunft zu stärken", betont der Präsident des Wirtschaftsverbands. Die Kleinbetriebe, die das Rückgrat der österreichischen Wirtschaftsleistung stellen, befänden sich derzeit in einer "demotivierten Situation" (Haiden), der es sofort Einhalt zu gebieten gelte.

Darüber hinaus sei auch die Bundesregierung gefordert, satt der "Abkassierungsmaßnahmen endlich konjunkturbelebende Pakete zu schnüren", fordert der Präsident des Wirtschaftsverbands.

Die dringende Notwendigkeit eines Konjunkturbelebungspaketes hat sich in hunderten Unternehmergespräche in den vergangenen Wochen bewiesen: "Das Maß ist voll, die Unternehmer sind unglaublich verärgert und verunsichert." Die Abkassiermaßnahmen der Bundesregierung führen in Österreich zu einem nochmaligen Kaufkraftverlust von mehr als 1,4 Milliarden Euro allein durch die geplante Pensionsreform, Krankenversicherungsbeitragserhöhungen und Energieabgabe. Dazu kommt die höchste Abgabenquote aller Zeiten, die zu einer Stagnation der Nettoeinkommen der Menschen seit 2000 geführt hat. Der damit verbundene Kaufkraftverlust trifft die tausenden kleineren Betriebe in ihrer Existenz ganz besonders drastisch - "und das in einer Zeit, in der in Teilen Europas bereits die Angst vor Deflation umgeht", warnt Haiden.

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