GRANDER: FORTBILDUNG FÜR PFLEGEHELFER/-INNEN WIRD GESETZLICH VERANKERT

Gestern Beschluss der Gesundheits- und Krankenpflegegesetznovelle 2003 im Gesundheitsausschuss

Wien, 4. Juni 2003 (ÖVP-PK) Die Weiterbildung für Pflegehelferinnen und -helfer wird nun neu geregelt: Durch die gestern im Gesundheitsausschuss beschlossene Gesundheits- und Krankenpflegegesetznovelle 2003 sollen Pflegehelferinnen und -helfer in Zukunft die Möglichkeit erhalten, ihre Kenntnisse, die sie bereits in der Grundausbildung erworben haben - wie beispielsweise in der geriatrischen Pflege, der Hauskrankenpflege oder der Palliativpflege - zu vertiefen. Auch die Führung einer Zusatzbezeichnung nach Absolvierung der Fortbildung ist vorgesehen, erklärte heute, Mittwoch, ÖVP-Abg. Maria Grander. ****

Die Regierungsvorlage zum Bundesgesetz, mit dem das Gesundheits-und Krankenpflegegesetz geändert wird, stelle eine wesentliche Änderung im Gesundheitsbereich dar, hob die Diplomierte Gesundheits-und Krankenschwester Grander positiv hervor, die bis vor kurzem auch als Pflegedirektorin im Bezirkskrankenhaus Hall in Tirol tätig war. "Neben einer gesetzlichen Weiterbildungsmöglichkeit für Angehörige der Pflegehilfe wird auch die Möglichkeit zur eigenverantwortlichen Durchführung von lebensrettenden Sofortmaßnahmen durch Angehörige des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege geschaffen". Im Sinne des Wohles der Patienten sei es notwendig, dass die Durchführung notwendiger Maßnahmen im Rahmen der Notfallmedizin auch ohne schriftliche ärztliche Anordnung zulässig ist, beispielsweise bei der Defibrillation mit halbautomatischen Geräten oder der Verabreichung von medizinischem Sauerstoff. "Regelmäßige Fortbildung ist dabei auf Grund der rasanten Entwicklung der Notfallmedizin notwendig", so die Abgeordnete.

Mit der Novelle wird die Richtlinie 2001/19/EG und das Freizügigkeitsabkommens mit der Schweizerischen Eidgenossenschaft umgesetzt. Die Dienstleistungs- und Niederlassungsfreiheit ist dadurch nicht berührt. Eine freiberufliche Ausübung der Gesundheits-und Krankenpflege wird für Staatsbürger/-innen der Vertragsstaaten unter den einschränkenden Bedingungen wie Nostrifikation etc. möglich sein. "Das ist vor allem für die Mobilität der Mitarbeiter wesentlich", betonte Grander.

Aufgrund der zahlreichen Ausbildungsangebote im Bereich Lehr- und Führungsaufgaben sei es erforderlich, das derzeit bestehende "Gleichhaltungssystem" klarer zu gestalten. Ziel sei es daher, ein lückenloses System zu schaffen, das die Berücksichtigung sämtlicher gleichwertiger Ausbildungsangebote in diesem Bereich ermöglicht. "Einzelpersonen können ansuchen, dass beispielsweise ein Diplomstudium oder eine Hochschulausbildung mit Sonderausbildungen für Lehr- und Führungsaufgaben gleichgehalten wird. Es ergeht seitens des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen ein Bescheid; diverse Nachweise sind im Verfahren vorzulegen", erläuterte Grander.

"Die neue Möglichkeit der Weiterbildung für Pflegehelfer/-innen sowie die durch die erweiterten Gleichhaltungsregelungen verstärkte Berücksichtigung von bereits absolvierten Ausbildungen werden vor allem im Hinblick auf den Erwerb von Qualifikationen positive Effekte auf die Beschäftigung haben", ist Grander überzeugt.
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