IKG weist unmoralisches Angebot zurück

Kultusgemeinde offen für konstruktive Vorschläge betreffend Restitution und Existenzsicherung

Wien (OTS) -

I. Der Vorstand der IKG Wien erklärt sich entsetzt

und angewidert, daß die Anonymität des Internets dazu mißbraucht wird, in österreichischen Medien antisemitische Hetze zu verbreiten; dennoch erklärt der Vorstand, sich nicht von der Vertretung der jüdischen Interessen in unserem Lande abbringen zu lassen.
Zugleich fordert der Vorstand der IKG alle demokratischen und antirassistischen Kräfte Österreichs dazu auf, hier in unzweideutiger Weise Stellung zu beziehen.

II. Das über österreichische Medien verbreitete Ansinnen, der IKG

eine "Überbrückungshilfe" auf Kosten der schon 60 Jahre auf Entschädigung wartenden jüdischen Naziopfer zu leisten, wird vom Vorstand der IKG einstimmig zurückgewiesen.
Von der Immoralität eines solchen Ansinnens abgesehen, würde eine solche Maßnahme die Existenz der jüdischen Gemeinde nicht einmal kurzfristig, geschweige denn langfristig sichern können.

III. Der Vorstand der IKG beharrt nach wie vor auf der angemessenen

Entschädigung für erlittene Vermögensschäden und den Beschluß der notwendigen Maßnahmen seitens der Republik zur Existenzsicherung der jüdischen Gemeinden in Österreich.

Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien
Wien, am 4. Juni 2003

Rückfragen & Kontakt:

Erika Jakubovits
Israelitische Kultusgemeinde Wien
Tel: +43-1-53104-102
Fax: +43-1-53104-109
Mobil: +43-664-2012424
e-mail: e.jakubovits@ikg-wien.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | IKG0001