Wiener Festwochen fordern von Staatssekretär Franz Morak Richtigstellung und Widerruf

Unwahre Tatsachenbehauptung über angeblichen Prosecco-Konsum

Wien (OTS) - Die Wiener Festwochen haben am 2. Juni 2003 Herrn Staatssekretär Franz Morak nachstehendes Schreiben in das Bundeskanzleramt, Sektion für Kunstangelegenheiten, zugestellt:

Sehr geehrter Herr Staatssekretär Morak,

In der in ORF 2 ausgestrahlten Sendung "Treffpunkt Kultur" vom 12.5.2003 haben Sie in der Diskussion mit dem Wiener Stadtrat für Kultur, Herrn Dr. Mailath-Pokorny, wiederholt behauptet, der Betrag der den Wiener Festwochen für das Jahr 2003 nicht mehr gewährten Bundessubvention in Höhe von Euro 364.000,-- decke nicht einmal den Prosecco-Konsum der Wiener Festwochen, bzw. die nicht gewährte Subvention mache den "Prosecco-Empfang" der Wiener Festwochen aus. Diese Äußerungen sind keine Wertungen, sondern unwahre Tatsachenbehauptungen, die das Fortkommen der Wiener Festwochen GmbH durch Beeinträchtigung ihres wirtschaftlichen Rufes gefährden.

Im Zuge der Gewährung der Bundessubvention mussten die Wiener Festwochen Ihrem Staatssekretariat in den vergangenen Jahren jeweils testierte Jahresabschlüsse vorlegen, aus denen hervor geht, dass die Wiener Festwochen GmbH keine derartigen Kosten und schon gar nicht in einer derartigen Höhe aufgewendet hat. Wie Ihnen bekannt sein müsste, werden alle von der Wiener Festwochen GmbH im Zuge der Festwochen ausgeschenkten Getränke von Sponsoren zur Verfügung gestellt. War Ihnen daher die Unwahrheit Ihrer Äußerungen nicht bekannt, so war sie Ihnen zumindest grob fahrlässig nicht bekannt.
Wir fordern Sie daher auf, der Wiener Festwochen GmbH gegenüber bis spätestens 10.6.2003 verbindlich schriftlich zu erklären, dass Sie:

1.) die von Ihnen gemachten unrichtigen Äußerungen, nämlich, der Betrag der nicht mehr gewährten Bundessubvention in Höhe von Euro 364.000,-- decke nicht einmal den Prosecco-Konsum der Wiener Festwochen bzw. dieser Betrag entspreche dem Prosecco-Empfang der Wiener Festwochen, als unwahr widerrufen und sich künftig derartiger oder sinngleicher Äußerungen enthalten werden, und

2.) dieselbe Erklärung in einer der im Juni 2003 ausgestrahlten Sendungen "Treffpunkt Kultur" tätigen werden; widrigenfalls wir uns zur Abwendung eines weiteren Schadens für die Wiener Festwochen GmbH und das Festival Wiener Festwochen gezwungen sehen, gerichtliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Wir machen Sie darauf aufmerksam, dass wir die Presse vom Inhalt dieses Schreibens informieren werden.

Der Brief wurde von Intendant Luc Bondy und Geschäftsführer Wolfgang Wais unterzeichnet.

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