Prammer fordert einheitliches Pensionsmodell für alle - "Im Klartext: Gleiche Beiträge-gleiche Leistungen"

Wien (SK) "Das SPÖ Modell der Fairness-Pension ist eines, bei dem es schwer fällt, Gegenargumente zu finden", stellte SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Barbara Prammer am Dienstag Abend in einer Diskussionsrunde mit Richard Holzer, Vorsitzendem des FSG in der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst, zum Thema "Pensionsreform auf dem Prüfstand" fest. Im Modell der SPÖ wird auf die Lebenssituation der Frauen Rücksicht genommen, so Prammer. Im Weiteren kritisierte sie die Bundesregierung, für die "Harmonisierung nie ein Thema war" und die die Pensionsreform in einem "Husch-Pfusch-Verfahren" vorangetrieben hat."****

Die Stabilität der Pensionen lässt sich auch in Zukunft sichern, sagte Prammer. In Anbetracht der Tatsache, dass ab 2015 Probleme entstehen, da ab dann die Baby-Boomer Generation in Pension geht, sei eine Fokussierung, wie man über diesen Berg kommt, dringend notwendig, betonte Prammer. Die Formel "65 Jahre arbeiten, 45 Versicherungsjahre und eine Nettoersatzrate von 80 Prozent" müsse gewährleistet sein. "Wichtig ist es, mittelfristige bis längerfristige Perspektiven zu entwickeln, welche die Arbeitsmarktsituation berücksichtigen, und nicht ein Durchpeitschen einer Pensionsreform von heute auf morgen".

Das SPÖ Fairness-Modell bedeute ein einheitliches Pensionsrecht für alle, im Klartext: "Gleiche Beiträge, gleiche Leistungen", so Prammer. Wenn wir ein leistungsorientiertes Pensionskonto schaffen, dann darf es keine Leistung ohne Gegenleistung geben, zeigte sich Prammer überzeugt. Dies sei im beitragsorientierten Modell der Regierung nicht der Fall, hier handle es sich um ein "klassisches kapitalistisches Pensionskonto, in dem die Aufwertungsfaktoren zu gering bewertet sind", so Prammer.

"Das SPÖ Fairness-Modell nimmt auf die Lebenssituation der Frauen Rücksicht", unterstrich Prammer. Es sieht einen durchgängigen Versicherungsverlauf und eine bessere Aufwertung der Ersatzzeiten vor. Im SPÖ-Modell findet eine faire Bewertung der kindererziehungsbedingten Teilzeitarbeit statt, und zwar in der auf Höhe des Einkommens vor dem Kind.

Zum Thema Frühpensionen sagte Prammer, dass diese mit Abschlägen auch weiterhin möglich seien. "Was hier die Regierung veranstaltet, ist frevelhaft. Sie tut so, als würden Menschen zu Tausendschaften als Sozialschmarotzer herumrennen. Hier versucht die Regierung einen gesellschaftlichen Grundkonsens einseitig aufzulösen", kritisierte Prammer. Ein Pensionsmodell sei eben nicht trennbar von Wirtschafts-und Arbeitsmarktpolitik, so Prammer.

"Neben all den sozialen Verschlechterungen und dem zunehmenden sozialen Unfrieden passiert seitens der Bundesregierung ein massiver Demokratieabbau", schloss Prammer. (Schluss) sk

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