Grenzüberschreitende Kooperationen verstärken

Verhandlungen über bessere Fluganbindung - "Gemeinde-Oskar" zur Prämierung wirtschaftlicher Leistungen von Kommunen

Klagenfurt (LPD) - Die Zukunftsstrategien für den
Industriestandort Kärnten waren das Thema einer Diskussion in Villach, an der sich Vertreter der Landesregierung sowie Vertreter der Industriellenvertretung und viele Unternehmer beteiligten. Ein Anliegen aller zielte dahin, die Internationalisierung Kärntens voranzutreiben und die eigenen Standortvorteile stärker auszuspielen. Diskutiert wurde auch das Roadpricing und das drohende Problem des Facharbeitermangels.

Die Bemühungen, eine neue Fluglinie nach Klagenfurt zu bekommen, gehen weiter. Die Aussicht auf einen positiven Abschluss stünden gut, sagte gestern Wirtschaftsreferent LHStv. Karl Pfeifenberger. Eine Neuausschreibung sei nicht günstig, weil dies zu einer extremen Preissituation führen würde. Für Kärnten sei auch die Konzentration der Forschung in einer Forschungsförderungsgesellschaft geplant, sagte Pfeifenberger.

LHStv. Peter Ambrozy sagte, dass die Universität Klagenfurt eine technische Fakultät brauche. Bei Bildung dürfe jedenfalls nicht gespart werden. Auch Forschung und Entwicklung sollte noch weiter unterstützt werden, ebenso die grenzüberschreitende Kooperation fortgesetzt und ausgebaut werden.

Landesrat Georg Wurmitzer bedauerte, dass Kärnten bei den EU-Forschungsprogrammen unterrepräsentiert sei. Die Forschung sollte in Kooperation mit den Nachbarn Slowenien und Italien verstärkt werden. Auch die Biotechnologie sollte forciert werden.

Kärnten solle seine Standortchancen vermehrt nützen, appellierte auch Landesrat Gerhard Dörfler, der die enormen Infrastrukturinvestitionen der öffentlichen Hand von der Koralmbahn über die Industriepark-Anbindungen bis zur Anbindung Unterkärntens an die Autobahn (Lippitzbachbrücke) hervorhob. Insgesamt sollte die Bürokratie noch viel massiver reduziert werden, plädierte Dörfler.

Landesrat Reinhart Rohr sprach sich dafür aus, die Trassenfindung und -realisierung der Hochleistungsbahn zwischen Klagenfurt und Villach voranzutreiben. Hinsichtlich der Umsetzung des Kyoto-Zieles sei Kärnten auf einem guten Weg. In den nächsten Jahren solle der Hausbrand durch Nutzung von Alternativenergien um die Hälfte reduziert werden.

Seitens der Industriellenvereinigung (Präsident Otmar Petschnig) wurde bekanntgegeben, dass sie bereit sei, einen "Gemeinde-Oskar" als neuen Preis zu stiften. Damit wurde einer Bitte des Gemeindereferenten LR Georg Wurmitzers entsprochen.

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