GewerkschafterInnen suchen Diskussion

ÖGJ-Maderner weist Vorwurf der Behinderung von Meinungsfreiheit zurück

Wien (ÖGB). "Der ÖGB ist die letzte Institution in diesem Land, die die freie Meinungsäußerung behindert", reagiert der Bundessekretär der ÖGJ (Österreichische Gewerkschaftsjugend), Stefan Maderner, auf die Vorwürfe der VP-Abgeordneten Silvia Fuhrmann. ++++

Im Gegensatz zu den Mitgliedern der Bundesregierung sowie den FunktionärInnen der Regierungsparteien verstecken sich die GewerkschafterInnen nicht hinter verschlossenen Bürotüren, wenn DemonstrantInnen bei ihnen aufmarschieren. Auch wenn die angesprochene JVP-Kundgebung mit weniger als 20 TeilnehmerInnen gegenüber den Hunderttausenden AktivistInnen bei den ÖGB-Aktionen nicht gerade beeindruckend war, stellten sich führende Personen sowie Sozialexperten des ÖGB der Diskussion mit den Jungkonservativen.

"Ich frage mich, wo Silvia Fuhrmann das von ihr erwähnte 'positive Feedback für die JVP-Aktion' hernimmt, denn die Anzahl der zufälligen Passanten war noch niedriger als die Anzahl der JVP-Aktivisten", wundert sich Maderner.

Wenn Silvia Fuhrmann der Öffentlichkeit etwas mitzuteilen habe und dies vor der ÖGB-Zentrale durchführe, dürfe sie über Trillerpfeifen nicht verwundert sein - außer sie hätte in einem neuen Fall von Realitätsverweigerung Applaus erwartet.

Maderner zu den "inhaltlichen" Vorwürfen Fuhrmanns: "Wenn jemand den Kopf in den Sand steckt, dann die derzeitige Bundesregierung, denn die dürfte so viel Sand in den Ohren haben, dass sie die Rufe der von ihr zu vertretenden Menschen dieses Landes nicht hört." Er stimme Silvia Fuhrmann vollkommen zu, dass auch die junge Generation in Zukunft sichere Pensionen möchte. "Pensionen jedoch, die nicht auf einer Hau-Ruck-Pensionsschröpfungsaktion beruhen, sondern gemeinsam ausverhandelt und sichergestellt werden", fordert Stefan Maderner abschließend. (fk)

ÖGB, 3. Juni 2003
Nr. 475

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