Erstmals Produktion von rekombinantem Fertigarzneimittel in Österreich

Baxter eröffnet neues "Pharma-Gebäude" zur Verarbeitung von Biotech-Produkten - Zentrale Rolle bei Einführung von in Österreich entwickeltem Gerinnungs-Präparat

Wien (OTS) - Am 3. Juni 2003 eröffnete Baxter am Standort Wien ein neues Pharma-Produktionsgebäude. Mit dieser Anlage, die mit einer Investitionssumme von insgesamt 60 Mio Euro errichtet wurde, entstanden insgesamt 80 neue Arbeitsplätze. Das "Pharma-Gebäude" dient der Weiterverarbeitung von Biotech-Präparaten, insbesondere eines neuartigen, in Österreich entwickelten Blutgerinnungsfaktorpräparates. Der Rohstoff für dieses Präparat wird in der Schweiz produziert. Der Wirkstoff wird im "Pharma-Gebäude" auf die gewünschte Wirkstärke eingestellt, sterilfiltriert und unter sterilen Bedingungen in den pharmazeutischen Endbehälter - eine Glasampulle - abgefüllt. Damit wird erstmals in Österreich ein gentechnisch gewonnenes Fertigarzneimittel produziert. Der neue rekombinante (gentechnisch hergestellte) Faktor VIII wird der größte Umsatzträger des gesamten Konzerns sein. "Daher kommt dieser Einrichtung eine Schlüsselfunktion für den gesamten Geschäftsbereich BioScience im Baxter-Konzern zu", sagte Thomas Glanzmann, der als Präsident dieses Geschäftsbereichs zur Eröffnung aus Kalifornien nach Wien angereist war.

Das neue, gentechnisch hergestellte Faktor-VIII-Präparat zur Behandlung der Hämophilie (Bluterkrankheit) soll in den nächsten Monaten in den USA und in Europa zugelassen werden.

Bisher unerreichter Sicherheitsstandard für Patienten

Das neue Faktor VIII-Präparat wird ohne Zusatz von menschlichem oder tierischem Eiweiß hergestellt. Damit kommt es den Erwartungen der Hämophilie-Patienten (in Österreich: 2-300, in den USA rd. 13.000) entgegen. In Europa werden nach wie vor viele Patienten mit aus menschlichem Blut gewonnenen Faktoren-Konzentraten behandelt.

Das erste rekombinante Faktor VIII-Produkt weltweit hat Baxter vor 10 Jahren auf den Markt gebracht. Das Unternehmen ist damit eines der ersten und erfolgreichsten Biotech-Unternehmen der Welt.

Stichwort Hämophilie

Bei Patienten, die an Hämophilie leiden, ist die Blutgerinnung aufgrund eines ererbten Mangels an einem bestimmten Protein, dem Faktor VIII gestört. Das hat zur Folge, dass selbst kleine Verletzungen zu schweren Blutungen und in der Folge zu Gelenksschäden oder Schäden im Gehirn führen können. Ursache für die gestörte Blutstillung ist ein Gendefekt auf dem X-Chromosom. Dieser führt dazu, dass dieser Gerinnungsfaktor in unzureichender Menge oder in unwirksamer Form gebildet wird.

Hämophilie ist derzeit nicht heilbar. Sie kann jedoch durch die Infusion von Faktor VIII in konzentrierter Form behandelt werden. Die Patienten können damit ein fast normales Leben führen. An Hämophilie erkranken fast ausschließlich Männer. Die Erkrankungswahrscheinlichkeit liegt bei 1:10.000.

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