Feuerwehr-Pensionisten "löschten" vor ÖVP-Zentrale "Brand"

Abschaffung der Frühpensionen nimmt auf Risikoberufe keine Rücksicht

Wien (OTS) - Arbeiten bis ins hohe Alter ist nicht in jedem Beruf möglich. Die Abschaffung der Frühpensionen kann zum Risiko für die Menschen werden - für die Beschäftigten selbst, aber auch für jene, für die diese ArbeitnehmerInnen da sein sollen. Mit einer "Löschaktion" vor der ÖVP-Zentrale in der Wiener Lichtenfelsgasse zeigten pensionierte Feuerwehrmänner heute Vormittag auf, dass die generelle Abschaffung der Frühpensionen für die gesamte Gesellschaft zu unerwünschten Nebenwirkungen führen kann. ++++

An der Aktion beteiligten sich pensionierte Feuerwehrmänner sowie Feuerwehrmänner, die heute dienstfrei hatten. Das Gerät stammt nicht aus dem "normalen Bestand", sondern wurde gegen eine Gebühr aus der Dienstreserve entliehen. "Derart riskante Arbeiten wie das Löschen von Bränden und das Retten von Menschen sind im Alter undurchführbar", erklärte ein Teilnehmer der Aktion. Werden die Frühpensionen abgeschafft, bedeute das für die älteren Kollegen, dass sie ihre Aufgaben nicht mehr ordentlich ausführen könnten und vielen deshalb die Arbeitslosigkeit drohe. Denn Aufgaben im administrativen Bereich, auf die man im Alter umgeschult werden könne, gäbe es bestenfalls für 20 Prozent der älteren Belegschaft, erklärte ein Teilnehmer der Aktion.

Verschärft wird die Situation für die Berufsfeuerwehren dadurch, dass es kein anerkanntes Berufsbild gibt. "Seit Jahren kämpfen wir um die Anerkennung eines Berufsbildes, doch der Sozial- und der Arbeitsminister konnten sich nicht darauf einigen, wer für uns zuständig ist und erklärten das Ganze zuletzt zur Ländersache. Und ohne Berufsbild gibt es keine Chance, in die von der Regierung geplante Schwerarbeiterregelung - wie immer die dann aussehen wird -zu fallen", erklärte ein Teilnehmer der Aktion. (mfr)

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