Ackerl: Drei Viertel der Landesbediensteten von Pensionskürzungen betroffen

OÖ: Positives Echo zu "Aufklärungs-e-mail" über Auswirkungen des Pensionsraubs

Linz (OTS) - Auf drei Viertel der oberösterreichischen Landesbediensteten schlagen die geplanten Pensions-Verschlechterungen unmittelbar durch, da sie sich im ASVG-Pensionsrecht befinden. "Warum der oberste Personalvertreter des Landes, Ernst Kepplinger von der ÖVP, dieses unbestreitbare Faktum tot schweigt und gestern eine Beteiligung der Landesbediensteten an den Streiks verhinderte, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Möglicherweise fühlt sich Kepplinger nur für die Vertretung der Beamten zuständig. Im Sinne aller Landesbediensteten ist diese Vorgangsweise sicher nicht," kritisiert Landesrat Josef Ackerl. Der noch gestern - in Reaktion auf entsprechende e-mails von Kepplinger, LH Dr. Pühringer und LHStv.

Hiesl, ebenfalls per e-mail alle oö Landesbediensteten aufklärte. "Das positive Echo kann sich sehen lassen," resümiert Ackerl.

Zu einem äußerst regen e-mail-Verkehr kam es gestern innerhalb der OÖ Landesverwaltung. So erklärte zu Mittag der oberste Personalvertreter des Landes Ernst Kepplinger, warum die Bediensteten des Landes sich nun doch nicht an den Streiks beteiligen. Ins selbe Horn stießen zwei Stunden später LH Dr. Josef Pühringer und LH-Stv. Hiesl. Der Tenor der beiden e-mails an alle rund 21.000 Landesbediensteten lief darauf hinaus, dass es auf Grund der Reformen im Land nicht nötig sei, sich an den Streikaktionen zu beteiligen. Womit sie sich im Irrtum befinden, sind doch drei Viertel der oö. Landesbediensteten Vertragsbedienstete und somit künftige BezieherInnen einer ASVG-Pension. Damit schlagen natürlich umgehend alle Verschlechterungen des Bundes im ASVG-Pensionsrecht auf sie durch.

"Diese unbestreitbare Tatsache verschweigen Pühringer, Hiesl und Kepplinger wohl mehr bewusst als unbewusst, um die Unterstützung für die Streiks möglichst gering und die MitarbeiterInnen trotzdem bei der Stange zu halten. Eine Doppelstrategie, die gestern nicht aufging", so Landesrat Josef Ackerl. In einem noch gestern ebenfalls an alle Landesbediensteten versandten e-mail stellte Ackerl klar, dass drei von vier Landesbediensteten von der sogenannten Pensionsreform des Bundes unmittelbar betroffen sind. "Damit rückt aus Sicht der Interessensvertretung die Entscheidung der ÖVP-Personalvertreter der Landesbediensteten, nicht zu streiken, in ein äußerst fragwürdiges Licht", so Landesrat Ackerl.

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