Kelag bekräftigt Forderung nach mehr Eigenerzeugung

Österreichische Stromlösung nur bei echtem Wettbewerb

Wien (OTS) - Die Kärntner Elektrizitätswerke AG (Kelag) wiederholt ihre Forderung nach einer Stärkung ihrer Eigenerzeugung. "Wenn die so genannte Österreichische Stromlösung (ÖSL) in der angekündigten Form kommt, dann gibt es keinen freien österreichischen Strommarkt mehr, und die unabhängigen Energieversorger wie die Kelag müssen mit massiven Benachteiligungen kämpfen. Das ist unakzeptabel", erklärt Vorstandsdirektor Dr. Hermann Egger. Die Kelag hatte vorige Woche ein Angebot zu einem Abtausch ihrer 10-%-AHP-Beteiligung gegen Kraftwerkskapazitäten an den Draukraftwerken formuliert.

"Unser Angebot an den Verbund ist mehr als fair. Es geht hier um einen Abtausch realer Werte zur Sicherung des Wettbewerbes im Interesse der österreichischen Stromkunden. Die Blockadepolitik der ÖSL in diesem Zusammenhang ist unverständlich. Letztlich entsteht der Eindruck, dass in Österreich ein neues Strommonopol entstehen soll", so Egger. Die Kelag werde alle Möglichkeiten, bis hin zu einer Klage vor dem Europäischen Gerichtshof nutzen. "Es kann nicht sein, dass der freie Strommarkt nach nicht einmal zwei Jahren wieder abgeschafft wird. Die Brüsseler Wettbewerbsbehörde hat eindeutig festgestellt, dass der relevante Markt für die ÖSL Österreich ist. Und sie hat klar formuliert, dass aufgrund der Erzeugungssituation es zu krassen Benachteiligungen für die Nicht-ÖSL-Teilnehmer kommt", erläutert der Kelag Vorstandsdirektor.

"Jede Entscheidung, die nicht auf die Sicherung des freien und fairen Wettbewerbes hinausläuft, schädigt letztlich den gesamten Standort und die Rechnung dafür werden die privaten, gewerblichen und industriellen Kunden zahlen müssen. Die Kelag wird sich deshalb für die Stromkunden stark machen, damit es auch in Zukunft faire und wettbewerbsfähige Strompreise in Österreich gibt", so Egger.

"Mich verwundert immer mehr die Haltung des Vorsitzenden der Österreichischen Wettbewerbsbehörde. Dr. Barfuss kommentiert zum wiederholten Mal EU-Entscheidungen, die noch nicht einmal veröffentlicht sind. Er sollte Kraft seiner Funktion dafür sorgen, dass alle österreichischen Energieversorger gleich behandelt werden, damit es auch weiterhin Wettbewerb auf einem freien Markt gibt. Das hat er allerdings in den letzten Tagen mehrmals vermissen lassen", so Egger abschließend.

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