Haubner: Streiks treffen Familien und Alleinerziehende

Geschlossene Kindergärten, Horte und Schulen belasten Eltern

Wien (BMSG/OTS) - Wenig Verständnis zeigt Familienstaatssekretärin Ursula Haubner für die am Dienstag geplanten Streiks, die sich auch auf Kinderbetreuungseinrichtungen erstrecken. "Es ist mir völlig unverständlich, dass der ÖGB mit seinen morgigen Streiks in den Kindergärten, Horten und Schulen sich rücksichtslos gegenüber Familien und Alleinerziehende verhält", kritisiert Haubner. Berufstätige Mütter und auch Väter stehen vor dem Problem der Unterbringung der Kinder.

Nicht alle haben Eltern oder Verwandte, die sich in dieser Zeit um die Kinder kümmern können. Vielen ist es auch nicht möglich, sich einen Tag Urlaub zu nehmen oder eine teure Kinderbetreuung zu engagieren. "Mütter und Väter werden dafür bestraft, dass den Gewerkschaften der Mut zum Verhandeln fehlt", zeigt sich Haubner enttäuscht. Dabei nehmen sie es auch in Kauf, den Streit auf dem Rücken von Familien und Alleinerziehenden auszutragen.

"Der Stillstand des öffentlichen Verkehrs belastet Mütter und Väter ohnedies bereits hart. Ich appelliere daher an die Gewerkschaften, zumindest für die Kinder von berufstätigen Eltern die Betreuung sicherzustellen. Wenn den Gewerkschaften die Vereinbarkeit von Familie und Beruf tatsächlich so am Herzen liegt, dann sollen sie das auch konkret unter Beweis stellen", betont die Staatssekretärin.

Bezüglich der Schüler- und Lehrlingsfreifahrten wird Staatssekretärin Haubner Erhebungen veranlassen, inwieweit Schüler und Lehrlinge an Streiktagen nicht befördert werden, um gegebenfalls bei den Verkehrsunternehmen Rückforderungen anstellen zu können. (Schluss)bxf

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