Wirtschafts-Kritik an ÖGB: Streiks schädigen Standort und Arbeitsplätze

Mitterlehner : Kampfmaßnahmen verursachen Schäden in vielen Betrieben - rund ein Drittel aller Arbeitnehmer direkt oder indirekt von Streiks betroffen

Wien (PWK349) - "Seit Montag morgen melden immer mehr vor allem größere Betriebe, dass am Dienstag bei ihnen mehrstündige Betriebsversammlungen - de facto Streiks - samt Abschaltung von Maschinen stattfinden werden. Nach einem ersten Überblick werden neben einem Schwerpunkt in Oberösterreich vor allem die Papier- und Elektroindustrie, die Nahrungsmittelindustrie und die Bauwirtschaft, aber auch Betriebe in der Metall- und Maschinenbranche sowie Banken von den Streikmaßnahmen der Gewerkschaften negativ betroffen sein." Reinhold Mitterlehner, Generalsekretär-Stellvertreter der Wirtschaftskammer Österreich, schätzt, dass bis zu einem Drittel der Arbeitnehmer direkt und indirekt von den Gewerkschaftsmaßnahmen betroffen sein werden: "Einerseits wird es zu massiven Behinderungen im Strassenverkehr kommen, was die Erreichbarkeit der Arbeitsplätze

behindert, andererseits dürfte es in vielen Fällen zumindest mehrstündige Arbeitsniederlegungen geben."

Experten gehen davon aus, dass ein flächendeckender Generalstreik volkswirtschaftliche Schäden von 600 Millionen bis 1 Milliarde Euro verursacht. Die Kosten des Dienstag-Streiks dürften jedenfalls deutlich über jenen 100 bis 150 Millionen Euro liegen, die der erste Aktionstag des ÖGB verursacht hat.

Mitterlehner zu der Stimmung in den Betrieben: "Bei den Unternehmen herrscht flächendeckend blankes Unverständnis über die Streikmaßnahmen. Die Betriebe zeigen ein völliges Unverständnis darüber, dass der ÖGB auf ihrer Ebene den Machtkampf mit der Regierung sucht." (RH)

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