Wirtschaftsbund: Streiklust fatal für Arbeitsplatzsicherheit

Generalsekretär Kopf: "Hätte mir von Gewerkschaft mehr Verantwortungsbewusstsein erwartet"

Wien (ÖWB) - "Dieser Streik richtet sich gegen den Standort und gegen die Arbeitsplatzsicherheit der Mitarbeiter in den Betrieben. Ich hätte mir von den Gewerkschaften nicht nur mehr Mut zur Wahrheit in der Pensionsdebatte, sondern auch mehr Verantwortungsbewusstsein gegenüber ihrer eigenen Klientel erwartet", sagte heute, Montag, Wirtschaftsbund-Generalsekretär Karlheinz Kopf. Morgen, Dienstag, würden im politischen Streit um die Pensionsreform völlig Unbeteiligte zum Handkuss kommen. Dass sich der ÖGB trotz sehr weitreichender Zugeständnisse der Bundesregierung nicht davon abbringen habe lassen, Betriebe und die Mitarbeiter in den Unternehmen in Geiselhaft zu nehmen, spreche gegen das bislang von österreichischen Gewerkschaften bewiesene Verantwortungsbewusstsein dem Wirtschafts- und Arbeitsstandort gegenüber. ****

In der Wirtschaft herrsche völliges Unverständnis darüber, dass der Gewerkschaftsbund ihre Betriebe zur Durchsetzung seiner politischen Ziele in die Geiselhaft nimmt, so Kopf. Unter diesem politischen Streik leidet das Image des ÖGB als "vernünftiges Gegenüber" und es leidet vor allem auch das Image Österreichs als attraktiver Standort für Investoren. "Es gibt Betriebe, die bereits über Teilverlagerungen ihrer Produktion nachdenken, weil sie ansonsten ihre Kundenaufträge nicht mehr erfüllen könnten. Das sollte auch den Hardlinern im Gewerkschaftsbund klar machen: Ihre Streiklust könnte sich fatal auf die Arbeitsplatzsicherheit ihrer Mitglieder auswirken", erklärte Kopf.

Zu den Drohungen einiger Gewerkschafter, dass man sich etwaige Pensionsverluste über härtere Lohnrunden zurückholen werde, meint Kopf: "Das gleicht einem Geiselnehmer, der nach dem Motto vorgeht:
"Krieg ich mein Lösegeld nicht vom Erpressten, muss eben die Geisel zahlen’."

Abschließend meinte Kopf: "Es ist bedauerlich, dass der ÖGB das Angebot der Bundesregierung beispielsweise einer Pensionsverlust-Deckelung abgelehnt hat. Das ist eine vergebene Chance, sich den eigenen Mitgliedern gegenüber als erfolgreicher Verhandler zu präsentieren. Und nicht als Ärgernis für hunderttausende Menschen, morgen Dienstag."

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