Zum heutigen Internationalen Hurentag: Grüne fordern Entkriminalisierung von Sexarbeit

Vana: "Es grenzt an Sittenwidrigkeit, wie mit Frauen in der Sexarbeit verfahren wird!

Wien (Grüne) - Die Entkriminalisierung von Frauen in der
Sexarbeit fordern die Wiener Grünen anlässlich des heutigen Internationalen Hurentags. In einer gemeinsamen Informations-Aktion mit Beratungsvereinen wie Lefö, Sila, A.U.S. u.a. treten die Grünen für eine Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen von Frauen in der Sexarbeit ein. Die Aktion findet heute von 15.00 bis 19.00 Uhr bei der U6 Station Westbahnhof/ Gürtel Ausgang zu den Linien 52 und 58 statt.

"Frauen, die als Prostituierte tätig sind, haben kein Sozial- und Arbeitsrechte", präzisiert Monika Vana, Frauensprecherin der Wiener Grünen ihre Kritik. "Statt dessen sind Sexarbeiterinnen vielfältigen sozialen und rechtlichen Diskriminierungen ausgesetzt. Aus Grüner Sicht besteht dringender Handlungsbedarf, um Frauen in der Sexarbeit ein selbstbestimmtes Leben und Arbeiten möglich zu machen."

Sexarbeit ist in Österreich immer noch ein Tabuthema. Zirka 15.000 Männer nehmen pro Nacht die Dienste von Sexarbeiterinnen in Anspruch. Prostitution ist in Wien nicht generell verboten, aber sittenwidrig. "Die derzeitige Gesetzeslage zeugt von einer offensichtlichen Doppelmoral, die es abzuschaffen gilt", kritisiert Vana den Status quo. "Nicht die Prostitution ist sittenwidrig, sondern die Art und Weise, wie die Rechtsordnung mit den Prostituierten verfährt und welcher Platz in der Gesellschaft Frauen dadurch zugewiesen wird."

Die Wiener Grünen fordern daher:
- Die volle Anerkennung der Sexarbeit als Erwerbszweig bzw. -Aufenthalts- und Beschäftigungsbewilligung von MigrantInnen, die in der Sexarbeit tätig sind, auch nach dem "Ausstieg"
- Aufhebung der Meldepflicht bei der Sicherheitspolizei
- Entkoppelung von Sexarbeit und Sittenwidrigkeit in den Gesetzen -Veränderungen im Arbeitsrecht, Vertragsrecht, Sozialversicherungsrecht, etc.
- Aktive Ausstiegshilfen
- Unterstützung bestehender NGO-Einrichtungen - statt Kriminalisierung und finanzieller Aushungerung
- Sicherung einer eigenständigen Lebensmöglichkeit von SexarbeiterInnen

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Pressereferat der Grünen im Wiener Rathaus
Tel.: 4000-81814
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