Grünewald: Regierung verfehlt Ziele in Forschungspolitik

Statistik Austria bestätigt stagnierende Forschungsquote

Wien (OTS) Anlässlich der heute veröffentlichten Prognose der Statistik Austria über die stagnierende Forschungsquote im Jahr 2003 kritisierte der Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt Grünewald, die Forschungspolitik der Bundesregierung. "Wir haben während der Budgetverhandlungen ununterbrochen darauf hingewiesen, dass die Budgetsituation in der österreichischen Forschungslandschaft äußerst prekär ist. Sowohl die Universitäten als auch die Forschungsfonds und eine Vielzahl von Forschungseinrichtungen benötigen heuer dringend zusätzliche Mittel. Leider nahm weder Ministerin Gehrer noch Minister Gorbach die Situation ernst genug, um den Ankündigungen auch entsprechende Taten folgen zu lassen", so Grünewald.

Die Forschungsquote lag im Jahr 2002 bei 1,95 Prozent des BIP. Für 2003 prognostiziert die Statistik Austria eine Quote von 1,96 Prozent. "Die Erhöhung der Forschungsquote um 0,01 Prozent ist beschämend. Damit fällt die Regierung bei der Finanzierung von Forschung und Innovation hinter ihre selbst gesetzten Ziele zurück. Es kann nicht so weiter gehen, dass die Forschung verglichen mit den Ausgaben für den Straßenbau oder die Abfangjäger in diesem Land zunehmend marginalisiert wird", kritisierte Grünewald.

Grünewald forderte die Regierung auf, den seit Monaten vorliegenden Nationalen Forschungs- und Innovationsplan endlich auch im Parlament zu diskutieren und die Bedeutung von Forschung einer breiteren Öffentlichkeit auch unter den Parlamentarierinnen und Parlamentariern zur Kenntnis zu bringen. "Es ist geradezu unglaublich, dass die Regierung ein ExpertenInnengremium einsetzt, dessen Infrastruktur finanziert, die Ergebnisse aber einfach ignoriert. Im Forschungsplan sind gute und sinnvolle Ansätze zur Steigerung der F&E-Aktivitäten und zur nachhaltigen Erhöhung der Forschungsquote enthalten. Die Regierung täte gut daran, diese Maßnahmen endlich umzusetzen, so Grünewald abschließend.

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