Kadenbach: Pensionskonto der Bundesregierung ist eine Garantie für Altersarmut kommender Generationen

Pensionsverluste von 40 % für Klein- und Mittelverdiener sowie Frauen

St. Pölten, (SPI) - "Die derzeitigen Planungen der Bundesregierung zur Einführung eines Pensionskontos ab dem Jahr 2004 ist eine Garantie für die Altersarmut Hunderttausender künftiger Pensionisten und Pensionistinnen. Wenn ein maßgeblicher Teil der künftigen Pension durch eigenes Ansparen und ohne Garantie auf dem freien Kapitalmarkt begründet werden soll, so werden damit die ArbeitnehmerInnen dem vollen Risiko künftiger Entwicklungen am Aktienmarkt, der Konjunktur oder anderer Einflüsse ausgesetzt. Niemand kann damit wissen, wie viel Pension er einmal beziehen wird. Eine nachhaltige Lebensplanung ist damit praktisch unmöglich. Nicht vergessen werden darf, dass vor allem Klein- und Mittelverdiener rein finanziell schon gar nicht die Möglichkeit haben, entsprechend ‚privat vorzusorgen'. Privatpensionen muss man sich auch einmal leisten können", so Niederösterreichs SP-Landesparteigeschäftsführerin LAbg. Karin Kadenbach.****

Heutige ArbeitnehmerInnen haben bei einem Pensionskonto derzeitiger Planung mit Verlusten von bis zu 40 % ihrer Pension zu rechnen. Besonders für Frauen ergibt sich noch die Schwierigkeit der Anrechenbarkeit der Kindererziehungszeiten. "Wer bezahlt die privaten Raten für jene Jahre, in denen sich die Frau der Kindererziehung widmet? Hier fallen Jahre des Pensionsansparens weg - und die Frauen haben wieder das Nachsehen durch niedrigere Pensionen", so Kadenbach. Besonders prekär wird es für Bevölkerungsgruppen mit uneinheitlicher Beschäftigung oder Zeiten längerer Arbeitslosigkeit - Saisoniers, Teilzeitbeschäftigte, Bauarbeiter u.a. "In Zeiten eines Arbeitslosengeldbezuges oder einer Notstandshilfe ist die Beibehaltung der Dotierung eines Pensionskontos wohl undenkbar. Hier werden wieder jene benachteiligt, die ohnehin nicht zu den finanziell Leistungsfähigsten gehören", so Kadenbach abschließend.
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