FMA-Vorstand Grünbichler fordert unter dem Stichwort "Solvabilität II" die rasche Umsetzung eines neuen Eigenkapitalregimes auch für Versicherungen

Professor Grünbichler: "Wir müssen - im internationalen Gleichschritt - zu einer risikogewichteten Eigenmittelausstattung kommen."

Wien (OTS) - "Es ist wichtig, dass wir - parallel zu Basel II bei den Banken - auch bei den Versicherungen rasch zu einem neuen, internationalen Eigenkapitalregime kommen", begrüßt der für die Versicherungsaufsicht zuständige FMA-Vorstand Universitätsprofessor Dr. Andreas Grünbichler eine entsprechende Initiative der EU-Kommission. Bei der von der Finanzmarktaufsicht (FMA) am Montag initiierten Informationsveranstaltung der Österreichischen Gesellschaft für Versicherungsfachwissen zum Thema "Solvabilität II" unterstrich Grünbichler die Bedeutung einer "risikogewichteten Eigenkapitalunterlegung" gerade für Versicherungsunternehmen. "Es geht nicht um mehr Eigenkapital sondern um eine Eigenmittelausstattung, die dem vom Versicherungsunternehmen gewählten, individuellen Risikoprofil entspricht", so Grünbichler.

Der FMA-Vorstand plädierte dabei jedoch für ein flexibles Regelwerk, das auch auf die unterschiedlichen Bedürfnisse zwischen kleineren und großen Versicherungsunternehmen Rücksicht nimmt: "Die Komplexität des Eigenkapitalregimes und der Risikomanagementsysteme ist auch eine Frage der Kostenabwägung", warnt der FMA-Vorstand. Wichtiges Ziel der Solvabilität II sei aber, "auch bei Versicherungen das Bewusstsein für moderne Risikomanagementtechniken und - systeme zu schärfen", so Universitätsprofessor Grünbichler.

"Die Finanzmarktaufsicht (FMA) werde jedenfalls", so Grünbichler, "alles daransetzen, den Dialog über die Weiterentwicklung der Aufsichtsstandards mit den Betroffenen und der interessierten Öffentlichkeit weiter voranzutreiben."

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