Konecny: Gibt es den Eurofighter überhaupt?

Wien (SK) "Immer mehr zeigt sich, dass die ÖVP-FPÖ-Regierung Österreich mit ihrem Beharren auf die Anschaffung von Eurofightern in ein Desaster führt", betonte der Vorsitzende der SPÖ-Bundesratsfraktion, Albrecht K. Konecny: "Bisher ist kein einziges dieser Flugzeuge ausgeliefert - übrigens eine klare Verletzung der Ausschreibungsbedingungen." ****

"Die deutsche Bundeswehr hofft derzeit, dass sie mit sechsmonatiger Verspätung wenigstens zwei Serienflugzeuge zum Pilotentraining erhält. Das ist aber keineswegs gesichert. Gleichzeitig überlegt die Bundeswehr, ob sie diese Flugzeuge überhaupt übernehmen will, da EADS bisher nicht in der Lage war, Software-Probleme bei der Flugsteuerung zu lösen", erklärte Konecny am Montag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ.

Damit nimmt, so Konecny, "die Verspätung bei der Produktion dieser sündteuren Flugzeuge immer mehr zu: Produktionsmängel bei den Heckflossen und den Vorflügeln haben es bisher verhindert, dass auch nur ein einziges Flugzeug dieses Typs an die Besteller ausgeliefert werden konnte."

"Ganz abgesehen von der grundsätzlichen Frage, wie Österreichs Luftverteidigung unter den heutigen Bedingungen aussehen soll, und von dem höchst dubiosen Beschaffungsvorgang bekommen nun auch jene Experten recht, die vor der Anschaffung eines völlig unerprobten Flugzeugtyps gewarnt haben, der bisher nur als Prototyp existiert", so Konecny.

"Wer keine Flugzeuge vorweisen kann muss den Mund besonders voll nehmen. Statt seriöser Technik bietet EADS daher auch wieder teure Public-reaktions", verwies Konecny auf ein aktuelles Inserat in der "Presse". (Schluss) wf/mm

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