Das RadioKulturhaus bilanziert 2002 erneut ausgeglichen: Steigende Auslastung und erfreuliche Einnahmensituation

Wien (OTS) - 1997 wurde das RadioKulturhaus eröffnet, seit 1999 bilanziert es ausgeglichen. Für das Jahr 2002 präsentiert Geschäftsführerin Christiane Goller-Fischer eine sowohl wirtschaftlich als auch künstlerisch höchst erfreuliche Bilanz.****

Bei den rund 450 Veranstaltungen im Sendesaal, RadioCafe (seit April 2003 ORF KulturCafe), KlangTheater und Studio 3 im Jahr 2002 wurden über 35.000 Besucher im RadioKulturhaus begrüßt. Die Gesamteinnahmen von 748.391 Euro konnten zum größten Teil aus Kartenerlösen, aber auch aus Kooperationen, Sponsoren, Vermietungen und Programmverkäufen erwirtschaftet werden.

Die Auslastung stieg gegenüber dem Vorjahr um 4,08 Prozent. Damit liegt die durchschnittliche Auslastung bei knapp 67 Prozent. Diese positive Tendenz setzt sich auch im ersten Halbjahr 2003 fort, wie die bisherige Auslastung von über 70 Prozent beweist. Goller dazu:
"Diese Zahlen sind insofern besonders bemerkenswert, da das RadioKulturhaus im Sinne des öffentlich-rechtlichen Auftrages des ORF auch zahlreiche Veranstaltungen programmiert, die eher kleinere Zielgruppen ansprechen, aber ein integraler Bestandteil des RadioKulturhaus-Programms sind".

"Die Akzeptanz des RadioKulturhauses bei den Besuchern bestätigt unsere Programmphilosophie", meint Christiane Goller. Und die lautet:
Ein hochqualitatives, möglichst breites und dem Medium Radio verwandtes Programm anzubieten, das zum großen Teil seinen programmlichen Niederschlag im Kultursender Österreich 1 findet - z. B. mit den besonders erfolgreichen Zyklen wie Barbara Retts "Unsichtbares Opernhaus", Wilhelm Sinkovics' "Klassische Verführung" oder Georg Markus' "Das war's".

Die Erfahrung der vergangenen fünf Jahre bestätigt, dass die Aufgabe und Stärke des RadioKulturhauses darin liegt, die kulturelle Vielfalt des Landes abzubilden und zu beleuchten, interessante Trends und Themen dem Publikum näher zu bringen und innovative Impulse für die Zukunft zu setzen. Dies ermöglicht die große Veranstaltungsbreite des RadioKulturhauses: Das Spektrum reicht von klassischen Konzerten, über Lesungen, Symposien, Diskussionen, Volksmusik, Kabarett bis zu Jazz, Neuer und Alter Musik. Zudem wurde die Zusammenarbeit mit den im Funkhaus beheimateten Radiosendern FM4 und Radio Wien, sowie dem ORF-Fernsehen verstärkt.

Künstlerische Bilanz 2002

Das fünfjährige Jubiläum des RadioKutlurhauses dominierte das Herbstprogramm. Von Ende September bis Mitte November gastierten hochkarätige Künstler im Großen Sendesaal: Der mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnete US-Autor Norman Mailer las aus einem Stück von George Plimpton über die Dreiecksbeziehung von Ernest Hemingway, Francis Scott Fitzgerald und Zelda Fitzgerald; Top-Model Waris Dirie stellte sich im RadioKulturhaus den Fragen des Publikums zu ihrem Buch "Wüstenblume" über die rituelle Beschneidung der Frauen in Afrika; Klaus Maria Brandauer und der Wiener Burgtheaterdirektor Klaus Bachler gastierten in Barbara Retts "Unsichtbaren Opernhaus"; Toni Stricker präsentierte mit seinen Jazzfreunden Hans Salomon und Richard Österreicher seine im August 2002 im RadioKulturhaus produzierte jüngste CD; Claus Peymann und Hermann Beil gaben zwei szenische Lesungen ihrer Burgtheater-Chronik "Weltkomödie Österreich" - ein Mitschnitt ist ebenfalls auf Cd erschienen; das Vienna Art Orchestra feierte sein 25-jähriges Bestehen im Rahmen zweier Jubiläumskonzerte im RadioKulturhaus.

Weitere künstlerische Highlights im Jahr 2002: Das fünftägige Klavierfestival "Fest mit Flügeln" (u. a. mit Starpianistin Elisabeth Leonskaja); die RadioKulturhaus-Bluesnight mit Erik Trauner, der Mojo Blues Band, Al Cook, Martin Pyrker u.a.; die dreiteilige Konzertreihe "Stradivari & Co", die sich dem Instrument Geige widmete; die lange Nacht der erotischen Geschichten "Scharf und Schüchtern" (u. a. mit Bibiana Zeller, Birgit Minichmayr, Stermann & Grissemann, Rounder Girls); die Auftritte des Salonorchesters Alhambra, Mnozil Brass und String Beans im Rahmen der vom ORF initiierten "Langen Nacht der Musik"; das dreitägige Tango-Festival mit Konzerten, Milongas und Tango-Workshops.

Kulturelle und wirtschaftliche Kooperationspartner

Das RadioKulturhaus ist gern gewählter Kooperationspartner für zahlreiche Institutionen: Sowohl durch die inhaltliche als auch formale Präsentation ist es auch für andere Veranstalter eine attraktive Plattform. Etwa für das Burgtheater mit der 2002 ins Leben gerufenen Reihe "Die Burg im Gespräch", die Volksoper mit "Operetten Europas", die Jeunesse, die Wiener Festwochen, die Impuls Tanzwochen, die Alte Schmiede, die Kulturabteilung der Stadt Wien mit der neuen Reihe "Welt/Stadt Wien", das Konzerthaus mit den Festivals "Hörgänge" und "wien modern", das Kunstforum Bank Austria, u. v. a.

Dass das RadioKulturhaus nicht nur für kulturelle Institutionen ein wichtiger Partner ist, sondern auch für die Wirtschaft eine interessante Plattform darstellt, zeigt die enge Zusammenarbeit mit unseren Sponsoren, wie Bank Austria, Brau Union, Österreichische Nationalbank, ArtCult, Wien Energie und insbesondere dem Generalsponsor des RadioKulturhauses, der Telekom Austria.(hb)

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ORF Radio Öffentlichkeitsarbeit
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