Trunk richtet Appell an Kärntner Frauen an den Protestkundgebungen am Dienstag teilzunehmen Utl. : SPÖ bezeichnet die Eigenständige Alterssicherung und den Rechtsanspruch auf Notstandshilfe als wichtige Instrumente gegen Frauenarmut

Klagenfurt (SP-KTN) - Die Vorsitzende der Kärntner SPÖ-Frauen, NRAbg. Melitta Trunk, richtete am Montag einen Appell an alle Kärntner Frauen, sich an den Protestkundgebungen der überparteilichen Gewerkschaft am Dienstag zu beteiligen. Die von der Regierung geplanten Maßnahmen belasten Frauen besonders, bestehende Lücken werden nicht geschlossen, eine eigenständige Alterssicherung für Frauen wurde von ÖVP und FPÖ zwar versprochen, aber wie gewohnt wurde dieses Versprechen wieder gebrochen, kritisierte Trunk am Montag im Parteipressedienst.

Die Regierung mache die Frauen zu den großen Verliererinnen. Außerdem bezeichnete Trunk die Arbeit von Frauenministerin Maria Rauch-Kallat als wenig zufrieden stellend. Rauch-Kallat schweige zu den Benachteiligungen der Frauen und auch zu der zu befürchtenden Armut, die als Folge der Pensionsreform auftreten werden, sollte die jetzige Vorlage beschlossen werden. "Nirgendwo wird darauf eingegangen, dass sich die Beschäftigungsformen von Frauen (Neue Selbstständige, Teilzeit, MacJobs usw…) drastisch verändert haben, wodurch selbst 65 ein theoretisches Pensionsantrittsalter für Frauen bleibt, weil sie die erforderlichen Pensionszeiten nicht erreichen", kritisierte die Kärntner SP-Frauenvorsitzende.

40 Jahre Durchrechnung ohne entsprechende Aufwertung der Versicherungszeiten entspricht einer sozialen Bombe für die Frauen. Die Herausnahmen von drei Jahren pro Kind aus der Durchrechnung sei nicht mehr als ein Tropfen auf einen sehr heißen Stein, so Trunk. "Eine Frau, die 2004 im Schnitt mit 500 Euro in Pension geht wird 57 Euro verlieren", stellt Trunk fest und ergänzte, dass auch die Problematik der Lohnungerechtigkeit von der Frauenministerin endlich angepackt werden müsse.

Der Verlust des Rechtsanspruchs auf Notstandshilfe wird die Sozialbudgets der Länder zum Explodieren bringen und Frauenarmut gerade für finanzschwache Länder wie Kärnten zur Folge haben. "Der Totalschwenk vom Sozial- zum Almosenstaat wird die Leute mehrfach auf die Strasse treiben, jetzt noch um dagegen zu protestieren, später viele zum Betteln um zu überleben", warnte Trunk.

Die SPÖ nehme mit ihrem Modell Fairness-Pension auf die Lebenssituation der Frauen Rücksicht, sagte Trunk. Außerdem sieht das SPÖ-Modell eine gerechte Aufwertung der Versicherungszeiten vor. Dies ist besonders bei Frauen wichtig, da sie vor dem Kind oft höhere Einkommen erzielen als nach der Babypause. Im SPÖ-Modell werde auch die Ungerechtigkeit bei der Notstandshilfe beseitigt, schloss Trunk. (Schluss)

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