Vietnam: Fernmarkt mit großen Chancen für Exportwirtschaft

Österreichische Unternehmen rittern um Projekte im Wert von mehr als 100 Millionen Euro

Wien (PWK344) - Projekte mit einem Auftragsvolumen von mehr als
100 Mio Euro verfolgen die 16 österreichischen Exportunternehmen, die in dieser Woche an der von der AUSSENWIRTSCHAFT ÖSTERREICH (AWO) organisierten Wirtschaftsmission nach Hanoi und Ho Chi Minh City teilnehmen - es handelt sich dabei um die größte AWO-Wirtschaftsmission nach Südostasien seit 1997. "Die größten Chancen für die österreichische Exportwirtschaft liegen dabei in den Bereichen Infrastrukturausbau, Umwelttechnik, Gesundheitswesen, Kommunikationstechnologie und im Ausbildungssektor," betont Walter Koren, Leiter der AWO der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

"2002 war das bisher erfolgreichste Jahr für den österreichischen Vietnamexport," berichtet Oskar Andesner, WKÖ-Handelsdelegierter in Bangkok, in dessen Betreuungsbereich auch Vietnam fällt. Die österreichischen Ausfuhren nach Vietnam nahmen gegenüber 2001 um 23,8 Prozent auf 53,6 Mio Euro zu. Dieses Ergebnis ist hauptsächlich auf folgende Sektoren zurückzuführen: Meß- und Prüfgeräte (10,2 Mio Euro, +884,9%), mechanische Geräte und Hebemaschinen (10,1 Mio Euro, +34,7%), Apparate und elektrotechnische Waren insbesondere elektrische Schweißgeräte (9,1 Mio Euro, +273,1%), pharmazeutische Erzeugnisse (6,6 Mio Euro, +50,8%), organische Verbindungen (6,3 Mio Euro, + 20,5%) sowie erstmalig auch Schienenfahrzeuge im Wert von 3,4 Mio Euro. Die Zuwachsrate beim Export von Meß- und Prüfgeräten ist u.a. auf Projektauslieferungen der Firmen VAMED im Spitalsbereich und AVL bei Laboreinrichtungen zurückzuführen. Weitere Exporterfolge der Firma Rosenbauer im Feuerwehrbereich sowie Lieferungen von Plasser & Theurer Bahnbaumaschinen trugen zum Rekordexportergebnis des Jahres 2002 bei.

Im gleichen Zeitraum sind die Importe aus Vietnam um fünf Prozent auf 89,8 Mio Euro zurückgegangen. Die Einbußen der größten Importpositionen betrugen: Schuhe (39,8 Mio Euro, -7,4%), Bekleidung (15,8 Mio Euro, -13%), Fahrräder (10,4 Mio Euro, -3,4%), Kaffee (6,4 Mio Euro, -14,5%), Reiseartikel (3,4 Mio Euro, -6,3%), Möbel (3,2 Mio Euro, -55,9%), keramische Erzeugnisse (2 Mio Euro, -0,4%).

Besonders im Süden des Landes schaffen es mehr und mehr österreichische Unternehmen Aufträge in der Plastik-, Textil- und Bauindustrie an Land zu ziehen. Auch beim Ausbau des Tourismussektors mischen österreichische Firmen mit. So hat eine österreichische Investorengruppe in ein Hotel in der Provinz Binh Dinh investiert, das gerade eröffnet wurde. Aufgrund des großen generellen Nachholbedarfes und dem starken Drang der Bevölkerung, rasch einen besseren Lebensstandard zu erreichen, bestehen auch in vielen anderen Bereichen gute Chancen, in den Markt zu kommen. Auch die österreichische Firmenpräsenz hat sich in den vergangenen beiden Jahren beinahe verdoppelt. Derzeit unterhalten 16 österreichische Firmen Repräsentanzbüros in Vietnam. Die Firmen Biomin und Tiger Lacke verfügen über eigene Produktionsstätten in Vietnam. Auf dem Bankensektor ist die RZB mit einer eigenen Repräsentanz in Ho Chi Minh City und die Bank Austria - Creditanstalt über die lokale HVB Repräsentanz vertreten. Zur Vertiefung der bilateralen Handelsbeziehungen zwischen Österreich und Vietnam ist von die Außenhandelsstelle eine Gruppenausstellung auf der Industriefachmesse EPM in Hanoi im Herbst 2003 geplant. (BS)

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