ÖH unterstützt ÖGB-Streik

Jugend von Pensionsreform am stärksten betroffen

Wien (OTS) - Die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) unterstützt den Streikaufruf des ÖGB für kommenden Dienstag. Nach Ansicht der ÖH sind gerade die Unter-35-Jährigen von den Pensionsplänen der Bundesregierung besonders betroffen. "Deckelung hin oder her, wer in 30 Jahren in Pension geht, verliert jedenfalls fast 40 Prozent seiner Pension", so ÖH-Vorsitzende Andrea Mautz. Die ÖH begrüßt die aktive Teilnahme der HochschullehrerInnen am Streik und befürwortet die gleichzeitige Bereitschaft des Lehrpersonals, wichtige Prüfungen dennoch abzuhalten.

Mautz erkennt in dem nach den "Runden Tischen" vorgelegten Stückwerk der Bundesregierung keine wesentlichen Verbesserungen gegenüber den ursprünglichen Plänen: "Die Jugend zahlt noch immer drauf, Frauen sind die Hauptverliererinnen und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden ab 2004 überfallsartig um zehn bis zwölf Prozent ihrer Pension gebracht. Von Seiten der Studierenden ist hier Handeln sowohl aus Eigeninteresse als auch aus Solidarität gefragt", so Mautz, die sich vom Streik ein Einlenken der Regierung erwartet. "Das Angebot der Sozialpartner, bis Ende September einen nachhaltigen und sozial gerechten Entwurf zur Pensionsreform zu erarbeiten ist immer noch aufrecht. Bundeskanzler Schüssel wäre im Sinne des sozialen Zusammenhalts gut beraten, darauf einzugehen."

Anita Weinberger, zweite Frau im ÖH-Vorsitzteam, streicht einen weiteren Aspekt hervor, der die Jugend im Zusammenhang mit der Pensionsreform betrifft: "Die Jugendarbeitslosigkeit steigt und steigt und die Regierung sieht dabei zu. Für junge Menschen wird es zunehmend schwierig, die 40 bzw. 45 für die Pension notwendigen Beitragsjahre zusammenzubekommen." Weinberger weist darauf hin, dass im Mai 2003 auch die AkademikerInnenarbeitslosigkeit wieder angestiegen ist. "Die fehlende Arbeitsmarktpolitik in Zusammenhang mit dieser Pensionsreform bringt die jungen Menschen um ihre Chancen. Grund genug, die Proteste der Gewerkschaft gegen die vorliegenden Pensionspläne zu unterstützen", so Weinberger.

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