SPÖ-Woller: ÖVP verschläft Konsolidierung des Rabenhoftheaters und Theaterreform

Wien (SPW-K) - "Die Entschlossenheit, mit der Kulturstadtrat Dr. Mailath-Pokorny die Reform des Wiener Theaterlebens vorantreibt, scheint die ÖVP nervös gemacht zu haben. Wie so vieles andere hat sie offenbar auch verschlafen, dass die Prüfung des Rabenhofs durch das Kontrollamt längst im Gange ist. Selbstverständlich ist nicht zuletzt auch der Rabenhof daran interessiert, die kaufmännische Seite auf eine ebenso stabile Basis zu stellen, wie es die künstlerische in den letzten Jahren bereits war", stellte Freitag der Kultursprecher der Wiener SPÖ, Gemeinderat Ernst Wollen, in einer Replik zu den Vorwürfen der Wiener ÖVP fest. ****

"Karl Welunschek und seinem Team ist es gelungen", so Woller weiter, "den Rabenhof als eine der interessantesten Bühnen Wiens zu etablieren und die Weichen für eine vielversprechende Zukunft dieses Theaters zu stellen". Wenn die ÖVP behaupte, es sei möglich, ein Qualitätstheaters in Wien ohne Subventionen zu führen, so sei das naiv. Daher trage VP-Marboe die volle Verantwortung für die Probleme, die sich durch die Nichtbudgetierung des Rabenhoftheaters in seiner Ära als Kulturstadt ergeben hätten.

Im Gegensatz zur Aussage von Klubobmann Tschirf, habe sich keiner der möglichen Theaterleiter zu irgendeinem Zeitpunkt bereit erklärt, den Rabenhof subventionsfrei zu führen, führte der Kulturpolitiker weiter aus. Woller: "Ganz im Gegenteil: Der Rabenhof, der niemals zuvor mit einem eigenen Budget ausgestattet war, sondern dessen Betriebserhaltung maßgeblich zur Schuldenanhäufung der Josefstadt beigesteuert hat, hat erst jetzt all seine Verbindlichkeiten tilgen können. Die unprofessionelle und unkoordinierte Ausgliederung des Rabenhofs durch den vormaligen Kulturstadtrat Dr. Marboe hat in den letzten Jahren sowohl für die Leitung des Theaters, als auch für alle dort Beschäftigten eine unglaubliche Belastung bedeutet. Ich hoffe sehr, dass es Thomas Gratzer gelingen wird, diesen künstlerisch erfolgreichen Weg fortzusetzen und er ist eingeladen, ebenso wie alle anderen Bühnen in Wien, ein Konzept für das Jahr 2005 einzubringen", schloss Woller. (Schluss)

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