Frais: Sichere Pensionen sind nur durch Umlageverfahren zu garantieren

Pensionskassen-Gesetzesnovelle kostet die Betroffenen durchschnittlich 1060 Euro

Linz (OTS) - Durch die bevorstehende Novelle des Pensionskassengesetzes zum Nachteil der zukünftigen Pensionisten müssen erneut viele Menschen um - diesmal private - Pensionen bangen. "Die Pensionskassen wären nach derzeitiger Rechtslage verpflichtet jene 400 Millionen Euro, die auf den 1,5-prozentigen Mindestertrag fehlen, aus Eigenmitteln nachzuschießen. Doch stattdessen will die Regierung einfach das Pensionskassengesetz ändern und damit die Privatpensionsbezieher um die garantierte Rendite bringen!" so Frais. "Es zeigt sich deutlich, dass Pensionskassen in keiner Weise eine nachhaltige Alternative zum umlagefinanzierten Pensionsmodell darstellen. Private Pensionen sind - weil börsenabhängig - immer Spekulationsware. Wie sich jetzt zeigt, sind auch garantierte Privatpensionen im Falle von Gesetzesänderungen nicht sicher. Deshalb müssen wir für den Erhalt des bewährten umlagefinanzierten Systems kämpfen - Pensionen dürfen nicht zur Zitterpartie werden."

Mit dieser Gesetzesnovelle würde weitgehend den Interessen der Pensionskassen-Eigentümer Rechnung getragen, betont Frais. "So wird in Hinkunft nicht einmal mehr die Mindestverzinsung von 1,5 Prozent über einen Zeitraum von 5 Jahren eingehalten. Diese Verzinsung war eine garantierte Leistung im Bereich der Privatpensionen. Die Regierung streicht also selbst garantierte Leistungen!"

Die Auswirkungen dieser Gesetzesänderung sind vor allem dadurch zu spüren, dass mangels Zuzahlung der garantierten Zinsbeträge in Höhe von 400 Millionen Euro in der Folge keinerlei Zinseszinsen über die weitere Laufzeit entstehen können, erklärt Frais. "An effektiven Schaden sind samt Zinseszinsen durchschnittlich zirka 1060 Euro pro Betroffenem zu erwarten. Wobei natürlich weitere Gesetzesnovellen zusätzliche Verschlechterungen bringen könnten."

"Eine solche Auslieferung der Altersversorgung an die Spekulationen internationaler Börsenhaie kann nicht im Sinne einer langfristig orientierten Volkswirtschaft sein. Es hat sich gezeigt, dass Pensionskassen keine Alternative sind und der Staat sich seiner Verantwortung um die Pensionen der Bevölkerung nicht entledigen darf. Österreich darf nicht vom erfolgreichen Kurs der sozialen Marktwirtschaft zum Risikotrip des reinen Börsenkapitalismus wechseln," so Frais.

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