Selbständige und Kleinbetriebe Opfer der Pensionskürzungsreform: Wirtschaftsverband setzt Initiative für Kleinunternehmer

Wien (OTS) - René Alfons Haiden, kürzlich wieder gewählter Präsident des Wirtschaftsverbandes Österreichs, fordert angesichts der aktuellen Diskussion rund um die Sozialpartnergespräche eine offensivere Vertretung der Interessen der Selbständigen.

Haiden verweist darauf, dass in den zuständigen gewählten Gremien der Wirtschaftskammer die Meinungsbildung in der Pensionsreformfrage noch nicht umfassend und endgültig stattgefunden hat."Die derzeitigen Stellungnahmen lassen dringenden Anliegen der Kleinbetriebe eindeutig unberücksichtigt. Sie sind daher nur als Aussagen des VP-Wirtschaftsbund zu sehen nicht aber als offizielle Wirtschaftskammermeinung."

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Haiden fordert in vier Kernbereichen von der Wirtschaftskammer ein aktives Eintreten für die kleinen Selbständigen:

  • Überdenken der Pensionsberechnungsgrundlagen, denn auch kleinen Selbständigen drohen schmerzhafte Pensionsverluste bis zu einer Monatspension.
  • Gerechte dynamische Valorisierung, die den realen Wirtschaftzahlen der Jahre entspricht. Denn gerade Unternehmer, die sich im zweiten Lebensabschnitt selbständig machen, müssen hier ungerechterweise mit herben Verlusten rechnen.
  • Abschlagsbeträge für die harten Jahre der Unternehmensgründung mit hohen persönlichen Investitionen.

"Die Regierung straft mit ihren derzeitigen Vorschlägen alle, die mutig persönlich viel Kapital und Arbeit in die Wirtschaft investiert haben. In den ersten Jahren der Selbständigkeit sind erfahrungsgemäß keine Gewinne zu machen und es bleibt nur ein sehr geringes Einkommen um zu überleben. Und das meist in der für die Pensionsberechnung wichtigen Lebensmitte", kritisiert Haiden. "Das führt zu einer weiteren sozialen Verunsicherung junger Unternehmer und untergräbt den Willen, sich selbständig zu machen. Neue Unternehmen braucht die Wirtschaft aber gerade jetzt ganz besonders um dringend Wachstum und Arbeitsplätze zu sichern."

* Diese Pensionsreform muss ein mittel- und langfristiges Konzept zur Pensionssicherung enthalten. Eine Reform ohne Harmonisierung der Pensionssysteme nur als rasche Geldbeschaffungsaktion für neu geschaffene Budgetlöcher zu sehen.

Der Wirtschaftsverband fordert daher eine echte und nachhaltige Reform und nicht ein oberflächliches Flickwerk. "Auf einige Monate mehr darf bei der Entwicklung langfristig wirkender Konzept nicht ankommen - die von der Regierung aufoktruierten Fristen sind kontraproduktiv"

Haiden fordert namens der kleinen Betriebe die Regierung auf, die derzeitigen wirtschaftlichen Probleme endlich kompetent, konkret und "am richtigen Ende" anzupacken: Schmerzhafte Einschränkungen beim kleinen Pensionisten und das Verunsichern der kleinen Unternehmen ist sicher der falsche Weg. Vielmehr muss endlich ein funktionierendes Konjunkturbelebungsprogramm in Angriff genommen werden, betont der Präsident des Wirtschaftsverbands.

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