Das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit stellt fest: Auch AK und ÖGB-Experten bestätigen Plausibilität der Pensionsberechnungen der Regierung

Wien (BMWA/OTS) - Die Prinzipien eines einheitlichen
Pensionsrechts stehen zwischen Regierung und Sozialpartnern außer Streit. ÖGB und AK-Experten haben darüber hinaus mit ihrer Unterschrift nach dem Expertengespräch am Sonntag bestätigt, dass die von der Regierung genannten durchschnittlichen Verluste bei den Pensionen plausibel und glaubwürdig seien. Umso unverständlicher ist es, dass die Menschen mit Extrembeispielen verunsichert werden. Die maximale Verlustobergrenze bei Pensionsantritt wird gegenüber geltendem Recht für alle mit 10% begrenzt. Tatsächlich betragen die von den Experten außer Streit gestellten Verluste in den nächsten Jahren zwischen 3 und 8,2%:

Frauen Männer 2004 - 3% - 5,7% 2005 - 5,1% - 6,8% 2006 - 6,9% - 7,7% 2007 - 8,2% - 8,2%

Einige Beispiele:

Herr C, geb. 28.6.1942, Pensionsantritt mit 62 Jahren, Stichtag 1.7.2004, 42 Versicherungsjahre zum Stichtag. Bemessungsgrundlage 2.080 €.

Heutiges Recht:
42 x 2 = 84%-9%(Abschläge vom Steigerungssatz: 3 Jahre x 3% ) = 75% Das ergibt: 1.560 € Bruttopension nach heutigem Recht. Regierungsmodell:
Steigerungssatz 42 x 1,95= 81,9% - gedeckelt: 80% von 2.050 € (geringere Bemessungsgrundlage wegen 1 Jahr längerer Durchrechnung) = 1.640€ - 8,4% (Abschlag 4,2%/Jahr von der Bruttopension)
Das ergibt: 1.502 € Bruttopension nach Regierungsmodell
Das entspricht einem Minus von 3,9%.

Frau E, Angestellte, geb. 7.8.1946, 2 Kinder, Pensionsantritt mit 58 Jahren, Stichtag 1.9.2004, 40 Versicherungsjahre zum Stichtag. Bemessungsgrundlage 2.030 €

Heutiges Recht:
40 x 2 = 80%-6%(Abschläge vom Steigerungssatz: 2 Jahre x 3% ) = 74% Das ergibt: 1.502 € Bruttopension nach heutigem Recht. Regierungsmodell:
Steigerungssatz 40 x 1,95 = 78% von 2.030 € = 1.583€ - 8,4%(Abschlag 4,2%/Jahr von der Bruttopension)
Bemerkung: Die Durchrechnung bleibt bei 15 Jahren, da Frau E Kinder hat.
Das ergibt: 1.450 € Bruttopension nach Regierungsmodell
Das entspricht einem Minus von 3,6%.

Frau G
Akademikerin, geb. 1.5.1948, 1 Kind, Pensionsantritt mit 57,5 Jahren, Stichtag 1.11.2005, 37,5 Versicherungsjahre zum Stichtag. Bemessungsgrundlage 2.250 €

Heutiges Recht:
37,5 x 2 = 75%-7,5%(Abschläge vom Steigerungssatz: 2,5 Jahre x 3% ) = 67,5%
Das ergibt: 1.519 € Bruttopension nach heutigem Recht. Regierungsmodell:
Steigerungssatz 37,5x 1,90 = 71,25% von 2.250 € = 1.603€ -10,5%(Abschlag 4,2%/Jahr von der Bruttopension)
Bemerkung: Die Durchrechnung bleibt bei 15 Jahren, da Frau G ein Kind hat.
Das ergibt: 1.435 € Bruttopension nach Regierungsmodell
Das entspricht einem Minus von 5,8%.

Frau Z, geb. 10.5.1950, 41 Beitragsjahre ("Hacklerregelung"), keine Kinder, Pensionsantritt mit 56 Jahren, Stichtag 1.6.2006, Bemessungsgrundlage: 1.550 €

Heutiges Recht:
41 x 2 = 82% - 10% (Abschläge vom Steigerungssatz: 4 Jahre x 3% =12% gedeckelt alt mit 10%) = 72%
Das ergibt: 1.116 € Bruttopension nach heutigem Recht. Regierungsmodell:
Steigerungssatz 41 x 2 = 82% gedeckelt mit 80%, durch verlängerte Durchrechnung (18 Jahre) Bemessungsgrundlage verringert: 1.513€ 80% von 1.513€ = 1.210€ - 6,3%(Abschlag von Bruttopension 4,2%/Jahr vor Frühpensionsalter - hier Frühpensionsalter bei 57,5 Jahren durch 12 Monatsanhebung)
Das ergibt 1.134€ Bruttopension nach Regierungsmodell
Das entspricht einem Plus von 1,6%

Herr B, Verkäufer, geb. 15.8.1944, Pensionsantritt mit dem Regelpensionsalter von 65 Jahren, Stichtag 1.9.2009, 49 Versicherungsjahre zum Stichtag.
Bemessungsgrundlage: 1.950 €

Heutiges Recht:
49 x 2 = 98%, keine Abschläge da Regelpensionsalter, gedeckelt 80% Das ergibt:1.560 € Bruttopension nach heutigem Recht Regierungsmodell:
49 x 1,78=87,22%, kein Deckel, keine Abschläge, durch verlängerte Durchrechnung(21 Jahre) Bemessungsgrundlage verringert: 1.806€ Das ergibt 1.575€ Bruttopension nach Regierungsmodell
Das entspricht einem Plus von 0,1%

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