Knafl: "Pensionsreform-Rechenbeispiele der AK sind politisch nicht verantwortungsvoll !"

Woher will die Arbeiterkammer schon heute die Pensionsanpassung für 2005 kennen ?

Wien (OTS) - Mit klaren Worten lehnt der Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes, Stefan Knafl, die Vorgehensweise der Arbeiterkammer ab und wirft ihr vor, politisch nicht verantwortungsvoll zu handeln, weil die AK nämlich Rechenbeispiele über Auswirkungen auf kommende Pensionen veröffentlicht, ohne überhaupt die neue gesetzliche Regelung zur zukünftigen Pensionsanpassung zu kennen, die ja erst in diesem Herbst verhandelt wird, und ebenso ohne die Höhe der Pensions-anpassung für 2005 zu wissen. Knafl: "Von einer gesetzlichen Interessen-vertretung muß man das höchste politische Verantwortungsbewußtsein erwarten können, insbesondere bei dieser so bedeutenden Pensions-sicherungsreform für die Zukunft von Jung und Alt ! Die AK darf sich nicht von Kräften einer Totalopposition mißbrauchen lassen."

Knafl weist im Detail darauf hin, dass die Arbeiterkammer bei ihren Rechenbeispielen von eine Pensionsanpassung in der Höhe von 2 % ausgeht. "Woher will die AK das wissen ? Die letzten 3 Jahre brachten durchschnittlich nicht einmal 1 % pro Jahr !" Tatsächlich wurde der Pensionsanpassungsfaktor für das Jahr 2001 nämlich nur mit 0,8 %, für 2002 mit 1,1 % und für 2003 sogar nur mit 0,5 % fixiert. Seniorenbund-obmann Knafl dazu: "Bei allem Respekt, es ist doch sehr verwunderlich dass die Arbeiterkammer nun offenbar bereits mit hellseherischen Methoden arbeitet."

Knafl wies abschließend darauf hin, dass die Lohnabschlüsse im Jahr 2003 sicher über 0,5 % liegen werden und daher auch die Grundlage für die Berechnung der Neupensionen 2004 höher sein wird.

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