Arboretum am Wolfgangsee

Einzigartige Wald-Erfahrungswelt der Bundesforste eröffnet

St. Gilgen (OTS) - Mit einer Gesamtschau sämtlicher Waldgesellschaften des Salzkammerguts haben die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) eine einmalige Naturattraktion am Wolfgangsee geschaffen. Der gesamte Reichtum des heimischen Waldes wird im Arboretum am Wolfgangsee - vom Edellaub-Mischwald über Moorwälder bis zum subalpinen Mischwald - anschaulich gemacht. Die Übergabe an die Öffentlichkeit erfolgte heute durch ÖBf-Vorstand Georg Erlacher und Landesrat Sepp Eisl. Zur Eröffnung werden eine Woche lang kostenlose Führungen von ÖBf-Waldpädagogen angeboten.

Nach zweijähriger Bau- und Gestaltungszeit öffnete das Arboretum am Wolfgangsee am 30. Mai 2003 seine Tore. Mit dieser einzigartigen Wald-Erfahrungswelt bieten die Bundesforste die Möglichkeit, die wichtigsten Waldgesellschaften des Salzkammerguts und den Lebenskreislauf der Natur kennen zu lernen.

Lebendes Museum
"Das Arboretum ist ein lebendes Freilicht-Museum, in dem die Besucher den Variantenreichtum der Natur hautnah erleben können. Darin sehen wir die eindrucksvollste und nachhaltigste Form der Naturbildung" so ÖBf-Vorstand für Forstwirtschaft und Naturschutz Georg Erlacher anlässlich der Eröffnung der Walderfahrungswelt. Für die Bundesforste ist das Arboretum ein wichtiger Beitrag zum Ausgleich zwischen Mensch und Natur, denn: "Nur wer unsere Wälder und ihre Bedeutung kennt, kann auch Verantwortung für sie übernehmen und sorgsam mit ihnen umgehen."

Ähnlich sieht auch Landesrat Sepp Eisl den Stellenwert des Arboretums: "Dieser Natur-Mikrokosmos ist eine große Bereicherung für die Region Salzkammergut. Er ist eine neue Ausflugsattraktion und gleichzeitig ein wichtiger Beitrag, um das Bewusstsein für Natur und Naturschutz in der Bevölkerung zu stärken" so Sepp Eisl.

66 Baumarten auf 1.800 "Botanik-Höhenmetern"
Auf einem Rundgang durch das Arboretum können die Besucher bei einem gemütlichen Spaziergang an die 1.800 "Botanik-Höhenmeter" zurückzulegen. Der Rundweg ist nach den unterschiedlichen Höhen- und Waldstufen angeordnet und führt von den Eichen-Mischwäldern der Niederungen über Edellaub-Mischwälder bis hin zu den subalpinen Bergwäldern. In den zehn Waldgesellschaften werden über 66 Baumarten vorgestellt. Eiche, Ahorn, Ulme, Birke, Buche und Tanne sind unter anderen in ihren unterschiedlichen Ausprägungen und nach Höhenstufen geordnet zu finden. Schautafeln bieten nicht nur umfassende Informationen über die unterschiedlichen Baumspezien, sondern auch über jene Pflanzen- und Tierarten, die in den gleichen ökologischen Lebensräumen vorkommen. Stege und eine Aussichtsplattform ermöglichen einen haut- und wassernahen Kontakt zu den am Mühlbach gelegenen Bach-Auwäldern, der Hochsteg in sechs Meter Höhe bietet einen einmaligen Einblick in das Blätterdach des Grauerlenwaldes. Zusätzlich erfahren die Gäste bei ihrem Spaziergang auch Wissenswertes über die Pflege und nachhaltige Bewirtschaftung der heimischen Wälder durch die Bundesforste.

Nachhaltigkeit - auch bei der Planung
Seinen Ausgang nahm das Arboretum mit einem landschaftsplanerischen Ideenwettbewerb anlässlich des 75-jährigen Bestehens der Bundesforste im Jahr 2000. Als Sieger des Wettbewerbs ging das "Büro für Ökologie und Landschaftsplanung" hervor, das mit der Planung und Entwicklung des Arboretums beauftragt wurde. Grundlage für den gesamten Planungsprozess war, die bestehenden Standortverhältnisse zu nützen und ein harmonisches Landschaftsbild zu entwickeln. So wurden zum Beispiel bestehende Bäume belassen und in das Gesamtkonzept eingefügt. Insgesamt investierten die Österreichischen Bundesforste 200.000 EUR in die Gestaltung des Arboretums.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Bernhard Schragl
Pressesprecher Österreichische Bundesforste AG
Tel: 02231 600-215
bernhard.schragl@bundesforste.at
www.bundesforste.at

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