Wiener Grüne zum Internationalen Hurentag am 2. Juni: "Sexarbeit entkriminalisieren"

Vana: Lebens- und Arbeitssituation von Sexarbeiterinnen verbessern

Wien (Grüne) - Auch heuer veranstalten die Wiener Grünen gemeinsam mit den Vereinen A.U.S., Lefö, Sila u.a. eine gemeinsame Aktion zum Internationalen Hurentag am 2. Juni. Die Info-Aktion findet am Montag in der Zeit von 15.00 bis 20.00 Uhr bei der U6 Station Westbahnhof/ Haltestelle der Linie 52 und 58 (Gürtel) statt.

Monika Vana, Frauensprecherin der Wiener Grünen: "Enttabuisieren statt kriminalisieren ist unsere Devise. Es gibt einen eindeutigen Handlungsbedarf, um die Lebens- und Arbeitssituation von Sexarbeiterinnen zu verbessern. Die rechtliche und soziale Gleichstellung der Prostitution mit anderen Berufsgruppen ist für ein selbstbestimmtes Leben von Frauen in der Sexarbeit unabdingbar." Vana erneuert die Forderung, Sexarbeit als Arbeit anzuerkennen.

Der 2. Juni wurde von der Internationalen Hurenbewegung zum Internationalen Hurentag erklärt. 1975 haben 100 Frauen in Frankreich eine Kirche besetzt, um auf ihre Probleme aufmerksam zu machen und mehr Rechte zu fordern. 23 Jahre später hat sich an der gesellschaftliche Doppelmoral wenig geändert.

In Wien ist Prostitution zwar nicht verboten, aber mit zahlreichen Einschränkungen, Ver- und Geboten, als "notwendiges Übel" geduldet. Viele Bestimmungen diskriminieren und kriminalisieren Sexarbeiterinnen und fördern Illegalität und prekäre Situationen für Frauen in der Sexarbeit. In Deutschland und den Niederlanden, ging man bereits dazu über, die gesellschaftliche Realität der Prostitution durch entsprechende Gesetze anzuerkennen. "Das Klima für eine Legalisierung von Sexarbeit auch in Wien zu schaffen, ist uns bei der Aktion zum Internationalen Hurentag ein wesentliches Anliegen", so die Grüne Frauensprecherin abschließend.

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