Bayr kritisiert Vernachlässigung der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit

SPÖ-Bayr unterstützt Forderung von UNO-Generalsekretär Kofi Anan

Wien (SK) Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Entwicklungszusammenarbeit, zeigt sich erfreut über die Aussage von UNO-Generalsekretär Kofi Anan anlässlich des G-8-Gipfels in Lausanne. Anan hatte gestern die G-8 eindringlich aufgefordert, endlich offensive Maßnahmen gegen die Armut zu setzen. Mehr Geld müsste dafür aufgewandt werden, um das Millenniumsziel zu erreichen, wonach bis 2015 die Menge der in absoluter Armut lebender Menschen halbiert werden soll. ****

Petra Bayr unterstützt diese Aufforderung und fordert ihrerseits die österreichische Bundesregierung, insbesondere den Bundeskanzler und die Außenministerin auf, nun endlich aktiv zu werden und die bisher vernachlässigte Entwicklungszusammenarbeit ernsthaft wahr zu nehmen. Bayr verlangt einen genauen Fahrplan vorzulegen, wie das in Barcelona formulierte Ziel erreicht werden könnte. Österreich habe sich verpflichtet, bis 2006 0,33 Prozent des Bruttonationaleinkommens (BNE) für Entwicklungszusammenarbeit zu verwenden, liegt aber derzeit bei lediglich 0,22 Prozent des BNE, so Bayr Freitag am Freitag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ.

Bayr wörtlich: "Österreichs Beitrag ist von 0,29 Prozent des BNE 2001 auf 0,23 Prozent im Jahr 2002 gesunken. Damit haben wir laut jüngstem OECD-Bericht den stärksten Rückgang im internationalen Vergleich zu verzeichnen. Dieser verheerenden Tendenz muss entgegen gearbeitet werden. Von selbst wird sich das nicht ergeben, hier sind offensive und genau geplante Maßnahmen notwendig. Tatenlosigkeit ist in der international bedeutenden Bekämpfung der Armut inakzeptabel." (Schluss) ns/mm

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0002