"Schon deine Mutter und Großmutter waren Hexen ..." Utl. Vortrag über "Hexenprozesse in Hohenems"

Bregenz (VLK) - Kaum ein historisches Thema bewegt die
Fantasie und Gemüter bis heute so stark wie die Hexenjagden
der frühen Neuzeit. Eine Besonderheit bildeten dabei die
Ereignisse in der Grafschaft Hohenems, wo 1677 die letzten Vorarlberger Hexenverbrennungen stattfanden. Wer mehr
darüber erfahren möchte, ist zum Vortrag "Hexenprozesse in Hohenems" herzlich eingeladen, den der Experte Manfred
Tschaikner am Mittwoch, 4. Juni, 17.00 Uhr, im Vorarlberger Landesarchiv in Bregenz (Kirchstraße 28) hält. Der Eintritt
ist frei. ****

Barbara Kuenin aus Hohenems wurde bereits 1630 als
kleines Mädchen zusammen mit ihren Großeltern wegen Hexereiverdachts gefangen genommen. 47 Jahre später starb
sie beim letzten Hexenprozess, der gegen eine
Vorarlbergerin geführt wurde. Wie bei ihr waren Verwandtschaftsverhältnisse für Hexereiverdächtigungen
allgemein von hoher Bedeutung. Entsprechende Personen
bildeten bevorzugte Opfer der Verfolgungen.

In der Grafschaft Hohenems fanden im Herbst 1677 die
letzten Vorarlberger Hexenverbrennungen statt. Auch in der Pfandherrschaft Feldkirch und vor allem im heutigen
Liechtenstein bleibt die Erinnerung an das Ende des zum
Teil exzessiven Hexentreibens mit den Grafen von Hohenems
verbunden. Wie entwickelten sich die Hexenverfolgungen in
deren Stammland? Wer war davon betroffen? Weshalb? Diesen
und weiteren Fragen geht der Historiker Manfred Tschaikner
in seinem Vortrag auf der Grundlage des umfangreichen Quellenmaterials nach.

"Hexenprozesse in Hohenems" ist der fünfte und letzte
Vortrag der sehr erfolgreichen Reihe "Neue Forschungen aus
dem Vorarlberger Landesarchiv". Die Vortragsmanuskripte
werden zum Nachlesen auf der Homepage des Landesarchivs veröffentlicht (www.landesarchiv.at).
(so/ug,nvl)

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