SCHIEFERMAIR: MIT STREIK LÖST MAN KEINE ZUKUNFTSPROBLEME!

Wien, 28. Mai 2003 (ÖVP-PK) "Zukunftssicherungsfragen können nicht auf der Straße gelöst werden. Denn es geht bei der Debatte um eine künftige und für die Generationen langfristig sichere Pensionsreform nicht ums Kräftemessen", appellierte heute, Mittwoch, ÖVP-Abg. Burgi Schiefermair an die Gewerkschaften, den Verhandlungstisch nicht zu verlassen. "Ich gewinne immer mehr den Eindruck, dass es dem Kollegen Verzetnitsch gar nicht mehr um die Pensionssicherung geht, sondern um seinen persönlichen Wahlkampf zur Wiederwahl als ÖGB-Präsident im Herbst", so Schiefermair. ****

Mit einem "Zurück an den Start", so wie sich das der Gewerkschaftsbund vorstellt, würden wichtige Weichenstellungen für die Zukunft mehrerer Generationen, die jetzt zu setzen sind, verschoben werden. "Die Dialogbereitschaft der Regierung und das nun vorliegende Angebot für die Pensionsreform stehen für Verantwortung, der Streikbeschluss der Gewerkschaften hingegen für Verzögern und Verweigern", forderte Schiefermair die Menschen in unserem Land auf, "den taktischen Spielereien und dem Propagandafeldzug der Gewerkschaftsspitze keine Chance zu geben. Denn letztendlich müssen wir alle dafür bezahlen."

Das nun vorliegende Maßnahmenpaket zur Pensionssicherung ist ausgewogen und ermöglicht allen Menschen eine berechenbare Lebensplanung. "Die Pensionsreform kommt weder überfallsartig noch greift sie in bestehende Pensionen ein", erläutert Schiefermair. Besonders erfreulich ist für die ÖVP-Abgeordnete, dass es letztendlich doch gelungen ist, bei der um drei Jahre verkürzten Durchrechnung jedes Kind als Berechnungsfaktor anzuerkennen. "Bei drei Kindern verkürzt sich demnach die Durchrechnung um neun Jahre, egal in welchem Abstand die Kinder geboren wurden", lobt Schiefermair diesen Fortschritt bei der Pensionsbemessung von Frauen, für den sie sich persönlich im Familienausschuss eingesetzt hat. Die angekündigte Verlust-Deckelung von maximal 10 Prozent hilft Härtefälle zu vermeiden. "Auch hier werden vor allem die Frauen profitieren".

Gerade für die Jüngeren ist es wichtig, dass bereits im kommenden Jahr mit der Vereinheitlichung des Pensionssystem begonnen wird. Mit dem beitrags- und leistungsorientierten persönlichen Pensionskonto für alle unter 35 Jahren können junge Erwerbstätige und Berufsanfänger auch in Zukunft darauf vertrauen, eine gesicherte Pension zu erhalten. "Ihre Leistung muss sich im Alter lohnen. Ein Aufschieben der Reform aber würde bedeuten, dass in ein paar Jahren ein Arbeitnehmer einen Pensionisten finanzieren muss. Das ist ein Zukunftsszenario, das ich als Parlamentarierin nicht verantworten kann", schloss Schiefermair.
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