• 27.05.2003, 16:11:45
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Wanderburschen-Losungswort 2003: "Auf nach St.Gallen zur Berufsweltmeisterschaft!" - BILD

Viele der Wandergesellen - wie hier diejenigen des
"Rolandsschachtes" mit Zentralleiter Werner Kirscht (ganz rechts) -
haben ihren kunstvoll gewachsenen oder gedrechselten Wanderstab, den
"Stenz", schon jetzt auf St. Gallen in die Schweiz ausgerichtet.

St. Gallen (OTS) - Von ihren reisenden Zunftkollegen in
klassischer Handwerkerkluft werden die Zimmerleute, Steinmetze und
Maurer an den Berufsweltmeisterschaften in St.Gallen zwischen dem
19.-22 Juni 2003 mit fachmännischem Auge beobachtet. Doch es gibt
hier noch weit mehr zu sehen: gleichzeitig kämpfen hier 750 nationale
Berufssieger aus 36 Ländern in 39 weiteren Berufen um Medaillen.
Viele der Wandergesellen - wie diejenigen des "Rolandsschachtes" mit
Zentralleiter Werner Kirscht - haben ihren kunstvoll gewachsenen oder
gedrechselten Wanderstab, den "Stenz", schon jetzt auf St.Gallen in
die Schweiz ausgerichtet. Auch Wandergesellen der "Gesellschaft
Freier Vogtländer" und der ältesten Zunft der reisenden Gesellen des
Bauhandwerks, der Hamburger "Gesellschaft der rechtschaffenen fremden
und einheimischen Maurer- und Steinhauergesellen", werden in
St.Gallen als Besucher erwartet. Unterscheiden kann der Laie die
"Rolandschächtler" und die "Hamburger" an der Farbe ihrer Krawatten -
bei den "Hamburgern" sind die Krawatten schwarz.

In der St.Galler Jugendherberge hat das Schweizer
Vermessungstechnologie-Unternehmender Leica Geosystems für
Wandergesellen Unterkünfte reserviert. Gleichzeitig gibt es hier
einen elektronischen Lasermeter Disto für denjenigen Wandergesellen
zu gewinnen, der eine Deckenhöhe am genauesten schätzt. Der kleine,
handliche Lasermeter ersetzt auch bei Wandergesellen mehr und mehr
den Lotstock und macht gefährliche "Mass"-Nahmen mit Leitern
überflüssig. Unfall und Krankheit sind auf der
Walz ebenso verpönt wie griesgrämige Gesellen.

Drei volle Jahre auf Wanderschaft - "und keinesfalls
Arbeitslosengeld!"

Es wäre ehrenrührig und eines Wanderburschen nicht würdig, während
seiner Wanderschaft von "drei Jahren und einen Tag" Arbeitslosengeld
zu beziehen, sagt Werner Kirscht, der Ehrbare Zentralleiter der
reisenden Bauhandwerkerzunft "Rolandschacht". Ein rechtschaffener
Wandergeselle muss sich auf seiner "Walz" vornehmlich auf Schusters
Rappen fortbewegen:

Autostop ist höchstens geduldet. Es ist dem Wandergesellen jedoch
strengstens verboten, ein eigenes Fahrzeug zu besitzen - nicht einmal
ein Fahrrad. Während der Wanderzeit ist es untersagt, näher als 60 km
an den eigenen Heimatort heranzukommen - gilt es doch, sich in der
Fremde zu bewähren!

"Seit mehereren Jahren verspüren wir wieder eine grosse Nachfrage
der Jugend, sich einer solchen Prüfung zu unterziehen" sagt Werner
Kirscht. In St.Gallen wollen viele Wandergesellen mit eigenen Augen
verfolgen, was die junge Weltelite ihrer Berufe heute in 22
Arbeitsstunden an Zimmermannsmodellen, Maurerarbeiten und
Steinmetzwerken vorlegt. Aber auch der Einblick in so neue Berufe
wie den des Webdesigners, Fachinformatikers oder
Industrieelektonikers ist eine Reise nach St.Gallen wert, pflegen die
Wandergesellenschächte doch heute ebenfalls eigene Hompages. "Die
Berufsweltmeisterschaften im Jahr 1999 in Montreal und im Jahre 2001
in Seoul waren für die meisten von uns kaum zu erreichen" sagt der
Rolandschachtler Winfried Suermann "da laufen wir dieses Jahr schon
lieber nach St.Gallen."

ots Originaltext: Berufsweltmeisterschaft St. Gallen

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sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

OTS0241    2003-05-27/16:11

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