Jelinek und Neuwirth: Oper für Salzburg und Paris

Wien (OTS) - Die Autorin Elfriede Jelinek und die Komponistin Olga Neuwirth schreiben eine Oper, die im Mozart-Jahr 2006 als Koproduktion der Salzburger Festspiele mit der Pariser Oper uraufgeführt wird. Das erklärt Gérard Mortier (vormals Salzburg, derzeit Ruhrtriennale, ab 2004 Paris) in der morgen erscheinenden NEWS-Ausgabe.

Laut Mortier handelt es sich um eine "Don Giovanni"-Paraphrase, die in der Felsenreitschule herauskommen soll. Mortier in NEWS:
"Ruzicka hat angefragt, und wir sind in den Verhandlungen weit fortgeschritten. Wir diskutieren noch über den Regisseur, und auch der Transfer von der Felsenreitschule in die Pariser Oper ist nicht einfach." Peter Ruzicka, Intendant der Salzburger Festspiele, präzisierte via NEWS: Das Werk, dessen Libretto schon fertig ist, behandelt das "Don Giovanni"-Motiv anhand eines Falls der jüngeren österreichischen Kriminalgeschichte - die Selbstverwüstung eines geachteten Bürgers in den Abgründen des Triebs.Laut Ruzicka bringt Salzburg somit programmatisch im Jahr 2006 nur Musik des 21. Jahrhunderts und alle 22 Musiktheaterwerke Mozarts.

Diese Programmierung aber zweifelt Mortier im NEWS-Gespräch an:
"Ich bin ein ziemlich guter und auch kühner Planer. Aber wie das gehen soll, wüsste ich nicht. Die Idee ist wunderbar. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass Herr Ruzicka selbst an die Verwirklichung glaubt. Da müsste er den Zauberstab des Prospero haben. Außerdem hätte Mozart selbst darüber gestaunt."

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