Gorbach: Grünes Licht für die Entwicklungsphase von Galileo

Minister geben in Paris 550 Millionen Euro frei, Gesamtkosten der ersten Phase: 1,1 Milliarden Euro

Wien (OTS) - Das europäische Satellitennavigationssystem GALILEO tritt in die Entwicklungsphase ein. Die Mitgliedsstaaten der europäischen Weltraumagentur ESA haben im Rahmen der Ministerratssitzung heute in Paris grünes Licht für die Freigabe der entsprechenden Budgetmittel - nämlich 550 Millionen Euro - gegeben. Insgesamt werden für die Entwicklungsphase 1,1 Milliarden Euro veranschlagt, wobei sich ESA und EU die Kosten teilen.

"Wir wollen den Weltraum so weit wie möglich in die terrestrische Infrastruktur für Kommunikation, Mobilität und Sicherheit einbinden", erklärte Infrastrukturminister Hubert Gorbach. Dem GALILEO System komme in dieser Hinsicht eine besondere Rolle zu, sagte Gorbach. "Einerseits wird die österreichische Wirtschaft von den technologischen Entwicklungen im Rahmen von GALILEO enorm profitieren. Andererseits erwarten wir eine Vielzahl neuer Anwendungen vor allem im Verkehrsbereich", so Gorbach. Somit werde auch der Arbeitsmarkt im Umfeld von GALILEO um hochwertige Arbeitsplätze in den verschiedensten Anwendungsgebieten bereichert.

"Mit dieser Entscheidung wird sichergestellt, dass Europa diese Möglichkeit nützt und die ESA die entscheidende Verantwortung für die Entwicklung der Weltraumkomponente von Galileo übernimmt. Um die operationelle Phase effizient vorzubereiten, lege ich schon jetzt großen Wert auf die Einführung von Mehrwertdiensten in relevanten Bereichen wie Straße, Schiene, Luftfahrt, Tourismus und Umwelt", führte Gorbach aus.

In diesem Zusammenhang wurde vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) das ARTIST Programm (Austrian Radionavigation Technology and Integrated Satnav services and products Testbed) als österreichisches Testbed für Navigationsanwendungen eingerichtet. Dabei werden zukünftige Dienstleistungen von GALILEO anhand realer Demonstrationen hinsichtlich ihres innovativen Charakters und ihres wirtschaftlichen Entwicklungspotentials getestet und beurteilt. Das Programm ARTIST wird von der Austrian Space Agency (ASA) betreut.
(schluß bxf)

Web-Tips: www.asaspace.at www.ovn.at

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